Chemnitz

Sachsen feiert »Jahr der jüdischen Kultur«

Foto: Tacheles-26

In Sachsen wird am 14. Dezember das »Jahr der jüdischen Kultur« eröffnet. Geplant ist eine Festveranstaltung in Chemnitz am Beginn des Chanukka-Festes, wie das sächsische Kulturministerium am Mittwoch in Dresden mitteilte. Das Themenjahr steht unter dem Titel »Tacheles«. Anlass ist die Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der jüdischen Gemeinden vor 100 Jahren.

Die Eröffnung des »Jahres der jüdischen Kultur« findet im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) statt und damit im früheren Kaufhaus der jüdischen Unternehmer Simon (1874-1929) und Salman Schocken (1877-1959). Das denkmalgeschützte Museumsgebäude in Chemnitz wurde nach Plänen des berühmten Architekten Erich Mendelsohn (1887-1953) gebaut und war im Mai 1930 als Kaufhaus Schocken eröffnet worden.

Chanukka-Leuchter wird enthüllt

Das Programm von »Tacheles« wird am 11. Dezember unter anderem von Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) und vom Präsidiumsmitglied des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, Küf Kaufmann, vorgestellt. Zudem wird im smac ein Chanukka-Leuchter enthüllt, der im osterzgebirgischen Seiffen gefertigt wurde, und eine Chanukka-Ausstellung mit Werken des jüdischen Karikaturisten Ben Gershon präsentiert.

»Tacheles« wurde vom Freistaat Sachsen initiiert und findet vom 14. Dezember bis zum 12. Dezember 2026 statt. Projekte, Veranstaltungen und Ausstellungen in ganz Sachsen sollen die vielfältige jüdische Kultur und Geschichte und Gegenwart einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. epd 

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