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Radio-Star mit Persönlichkeit: Howard Stern wird 70

Howard Stern feiert einen runden Geburtstag mit einer »7 davor«. Foto: picture alliance / zz/Dennis Van Tine/STAR MAX/IPx

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Radio-Star mit Persönlichkeit: Howard Stern wird 70

Eine steile Radio-Karriere, Verrücktheiten und klare Standpunkte: Dafür ist der Jubilar bekannt

 12.01.2024 10:36 Uhr

Der Name eines der prominentesten Radio-Moderatoren auf der Welt lautet Howard Allan Stern. Seine »Howard Stern Show« wurde in den 80er-Jahren sehr schnell sehr populär. Dabei verlief der erste Teil von Sterns Karriere allerdings nicht komplett gradlinig.

Als Student an der Boston University begann Howard Stern, der heute 70 Jahre alt wird, seine Radio-Persönlichkeit zu entwickeln. Hierzu jobbte er als Frühmoderator bei Sendern in Westchester County (Bundesstaat New York), Hartford (Connecticut), Detroit (Michigan) und Washington D.C..

Später hatte er in New York City eine Nachmittags-Sendung bei WNBC, stritt sich jedoch andauernd mit dem Management. Stichwort »große Klappe«: Im Lauf seiner drei Jahre bei diesem Lokalsender wurden Stern Restriktionen auferlegt, obwohl er der Star mit der höchsten Reichweite war. So durfte er eines Tages nicht mehr über Religion oder Sexualität sprechen.

Eher Segen als Fluch

Howard Stern wäre nicht Howard Stern, wenn er nicht angefangen hätte, seinen Programmdirektor live zu beschimpfen. Er nannte ihn »Pig Virus« (»Schweinevirus«). Auch begann er eine Fehde mit Don Imus, einem ebenfalls prominenten Moderator, der 2019 verstarb. Am 30. September 1985 war es soweit: Howard Stern wurde trotz der großartigen Hörerzahlen, die er lieferte, gefeuert.

Schnell stellte sich heraus, dass die Kündigung eher Segen als Fluch war. Denn aller Respektlosigkeiten zum Trotz dauerte es nicht lange, bis niemand geringerer als Howard Stern bei WXRK, einem weiteren Sender, anfing. Zwanzig Jahre lang dauerte diese Kooperation. Sterns Sendungen wurden von 1986 an landesweit ausgestrahlt, was in den Vereinigten Staaten mit über 300 Millionen Einwohnern und vor dem Siegeszug des Internets viel bedeutete.

So vergrößerte sich Howard Sterns Hörerschar weiter. Zugleich regte er immer mehr Amerikaner auf - auch in seiner Eigenschaft als »Fartman« (»Furzmann«). Mit einem »Fartman«-Kostüm, aus dem sein Gesäß herausguckte, erschien er bei einem großen MTV-Event. Diese und weitere Verrücktheiten verhinderten zwar die Unterzeichnung eines Deals mit dem Sender Fox. Sterns Karriere tat dies jedoch keinen Abbruch.

Grenzen des guten Geschmacks

Für Überraschungen war und ist Stern immer gut. Im März 1994 kündigte er plötzlich an, er werde für die Libertäre Partei als Gouverneurskandidat für New York ins Rennen gehen. Seine Pläne: Er wollte die Todesstrafe in seinem Bundesstaat wieder einführen und die Maut-Kassen auf den Freeways (Autobahnen) entfernen, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Da er als Kandidat jedoch gezwungen war, persönliche Details wie etwa sein Einkommen und seine Adresse anzugeben, zog er seine Kandidatur zwei Tage später zurück.

Von 1998 an versuchte sich Stern, der inzwischen Millionen verdiente, als als Gastgeber einer Late Night Show im amerikanischen Fernsehen. Seine Sendung wurde zunächst von 79 Sendern überall in den USA übertragen. Aufgrund weiterer Verrücktheiten und Grenzen des guten Geschmacks, die er überschritt, sank diese Zahl recht schnell.

Inzwischen ist der jüdische Star-Moderator längst wieder beim Radio. Sein aktueller Vertrag mit »Sirius XM« läuft bis 2025. Und er liebäugelt mit einer Präsidentschaftskandidatur gegen Donald Trump, mit dem er sich ebenfalls in einer Fehde befindet. Ob er dies komplett ernst meint, ist nicht ganz klar.

Roger Waters und PLO

Auch das frühere Pink Floyd-Mitglied Roger Waters, ein als Israel-Hasser bekannter Rockmusiker, gehört zu den Gegnern des Moderators. Schon 2015 verurteilte Stern dessen Boykott-Aktionen gegen den jüdischen Staat, was ihm weitere Gegner einbrachte: Die PLO beschwerte sich damals.

Im Januar 2006 gab Howard Stern bekannt, er leide unter einer zwanghaften Verhaltensstörung. Diese bekämpfte er mit einer Psychotherapie, während er seine Radio-Show fortsetzte.

Howard Stern ist ein Mann, der unzählige Berühmtheiten im Radio interviewte und das Medium ein Stück weit neu erfand. Für Respektlosigkeiten und spontane Ausfälle ist er ebenso bekannt wie für klare Standpunkte - zumindest in Bezug auf Israel.

»Der Mist, den ich gemacht habe, war verdammt verrückt«, sagte er unlängst. Allerdings sei er in den vergangenen Jahren dank seiner Psychotherapie ruhiger geworden.

Seit 2008 ist Stern mit dem Model Beth Ostrosky verheiratet. Das Paar ist recht gut untergebracht, nämlich in seinem Haus in Palm Beach (Florida), für das er vor sechs Jahren 52 Millionen Dollar hinblätterte. A happy and funky birthday to you, Howard! im

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