Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Haya Molcho mag den »Spirit des Balagan«. Unter diesem Motto gab die israelische Starköchin einen gar nicht so chaotischen Workshop auf der Ferieninsel Mallorca. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen wurde geschnibbelt, gebacken und gebraten. Auf dem Programm stand die Zubereitung von Focaccia, Tahini-Paste, Bulgursalat, Wolfsbarsch in marokkanischer Matbucha und – als krönender Abschluss – Knafeh mit Pistazien-Taboulé. Im Herbst erscheint ihr neues, stark autobiografisch geprägtes Buch Erinnerungen, die schmecken. Na dann: BeTe’avon!

David Grossman erhält den Thomas-Mann-Preis 2026. Der 72-jährige israelische Schriftsteller wird für sein erzählerisches und essayistisches Werk geehrt, »das in Zeiten politischer Weltunordnung Räume für Verständigung und Versöhnung öffnet«. Zu den wichtigsten Romanen Grossmans zählen Eine Frau flieht vor einer Nachricht, Kommt ein Pferd in die Bar und Was Nina wusste. Der von der Stadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gestiftete und mit 25.000 Euro dotierte Preis soll am 25. September übergeben werden.

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis 2026 des Zentralrats der Juden in Deutschland. Mit der Auszeichnung würdigt die jüdische Dachorganisation den Kabarettisten, Autor und Moderator für sein Engagement gegen Antisemitismus. Im Juni findet die Preisverleihung statt. Zentralratspräsident Josef Schuster: »Mit seinen Beiträgen setzt er einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen in der deutschen Medienlandschaft und positioniert sich klar an der Seite jüdischen Lebens.«

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Lena Gorelik verliert beim Thema Mutter den inneren Abstand und wird wieder ganz Kind. Vergangene Woche sprach die Autorin von Alle meine Mütter im Bayerischen Rundfunk über emotionale Verbindungen und Verstrickungen, über Klischees, Aufopferung und Selbstfürsorge. Ihre persönliche Überzeugung: Solange wir Kinder sind, können wir nicht erwachsen werden. In jedem Fall biete das Thema reichlich Diskussionsstoff: »Die Mütter und die Nichtmütter werden nie auserzählt sein.« Sie selbst wäre gern eine bessere Tochter, die in Konfliktsituationen gelassen und weniger gereizt reagiert.

Mark Zuckerberg bekommt Ärger. Fünf Verlage und der Schriftsteller Scott Turow haben Meta wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Das Unternehmen soll Bücher raubkopiert und dann die KI Llama damit trainiert haben. Indizien liefert die KI selbst. Der Konzern indes wies die Vorwürfe gegenüber der »New York Times« zurück. Wen wundert’s?

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Gene Simmons hat mit Aussagen über seinen Erziehungsstil für Aufsehen gesorgt: Der 76-Jährige erklärte in einem Interview, dass seine Kinder Nick und Sophie nie klassisches Taschengeld bekommen hätten. Geld habe es nur für konkrete Arbeiten wie Rasenmähen oder Müllentsorgung gegeben, wobei sogar über die Bezahlung verhandelt worden sei, so der Kiss-Bassist. »Taschengeld? Wofür auch – fürs bloße Leben? So zieht man Verlierer groß«, sagte Simmons. Der Musiker betonte, Kinder müssten lernen, dass Geld an Leistung gebunden sei.

Noam Bettan überzeugte beim ersten Halbfinale in Wien mit seinem mehrsprachigen Song »Michelle«, den er souverän vortrug. Damit qualifizierte er sich für das Finale am Samstag. Zwar gab es wie erwartet Buhrufe von israelfeindlichen Aktivisten, doch im Fernsehen waren während des Auftritts vor allem Jubel und Israel-Fahnen im Publikum zu sehen. Bettan sorgte sowohl bei der Jury als auch bei den meisten Zuschauern vor Ort für positive Reaktionen.

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

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