Singapur

»Massive Attack« bekommt wegen Palästina-Flagge ein Einreiseverbot

Massive-Attack-Frontsänger Robert Del Naja Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die britische Trip-Hop-Band »Massive Attack« darf nach einem Konzert in Singapur nicht mehr in den südostasiatischen Stadtstaat einreisen. Grund dafür ist ein Auftritt, bei dem die beiden Frontmänner der Band, Robert Del Naja und Grantley Marshall, eine palästinensische Flagge gezeigt hatten. Einer der Musiker soll zudem gemeinsam mit Teilen des Publikums »Free Palestine« skandiert haben.

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In einem Instagram-Beitrag teilt die Gruppe mit, dass sie nach dem Konzert von der Polizei festgehalten, isoliert und getrennt voneinander befragt worden sei. Einigen Bandmitgliedern sei zeitweise auch der Reisepass entzogen und ihre Hotelzimmer durchsucht worden. In dem Beitrag heißt es weiter, man sei stolz darauf, »diesen spontanen Ausdruck der Solidarität gemeinsam mit unseren Fans in Singapur ermöglicht zu haben.« Man habe eine »moralische Verpflichtung« empfunden, »sich mit den Menschen in Palästina solidarisch zu zeigen«.

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Die Polizei in Singapur begründet ihr Vorgehen damit, dass die Aktion der Band »möglicherweise das harmonische Zusammenleben der verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen in Singapur beeinträchtigen« könnte. In Singapur gelten zudem strenge Regeln, was das Zeigen ausländischer Flaggen und Symbole ohne behördliche Genehmigung angeht.

Die Band hatte sich schon zuvor wiederholt anti-israelisch positioniert. 2025 rief sie eine Initiative ins Leben, die nach eigenen Angaben »propalästinensische« Musiker vor Zensur und »Einschüchterungen aus der eigenen Branche« schützen soll. ls

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