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Gil Ofarim entschuldigt sich bei Leipzig und Sachsen

Gil Ofarim Foto: picture alliance/dpa

Wir sortieren mal die Nachrichten. Die Topnews, die die Zuschauer am Dienstagabend aus dem Dschungelcamp erreichte, lautete: Gil ist verletzt. Alle anderen Nachrichten, jeder Trash-Gossip, alles verblasste hinter der Meldung, dass bei der Dschungelprüfung etwas passiert war.

Was genau, da spiele ich doch RTL und halte die Spannung etwas hoch. Was plötzlich hinter dieser Nachricht zurücktrat, war beispielsweise, dass Eva beim Dschungeldinner keine Bohnen essen wollte, was ausführlich kommentiert wurde.

Ohne großes Echo blieb auch, dass Gil mit der Ankündigung, es käme nun etwas, »was mir wichtig ist zu sagen zu dem Thema«, plötzlich wirren Kram über die Halskettenaffäre absonderte. Gil O. im O-Ton:

»Was mir wichtig ist, zu sagen: Der Vorfall ereignete sich in Leipzig, hatte aber nie etwas mit der Stadt Leipzig, mit dem Bundesland Sachsen zu tun. [...] Wenn das so rübergekommen ist, dann möchte ich mich entschuldigen bei den Bürgern von Leipzig und allen, die sich angesprochen fühlen in Sachsen. Das tut mir leid, das wollte ich nicht.«

Stege und Badeinseln

Doch, doch, das hat er wirklich gesagt. Und nochmal doch, doch: Nicht einmal dieses irritierende Statement hat Nachrichtenwert. Dabei lässt es doch sehr stark vermuten, dass Gil kein bisschen verstanden hat, warum sich derart viele Menschen in und außerhalb des Camps so sehr über ihn aufregen. Als ob der Skandal in jenem Leipziger Hotel irgendetwas mit dem Freistaat Sachsen oder der Messestadt zu tun hätte. Ausrufezeichen. Und so gar nichts mit ihm. Fragezeichen.

Zur Dschungelprüfung waren Gil und Eva von den Mitcampern nominiert worden. Zu zweit wanderten sie über die Hängebrücke, zu den zwei Moderatoren und zu Doktor Bob. Die Aufgabe lautete: einen See via Stegen und Badeinseln überqueren, irgendwelche durch die Luft fliegende Sterne fangen und zurückschwimmen. Das ist es doch, warum der ganze Kram Trash heißt.

»Es ist da draußen auf den Hindernissen sehr rutschig«, hat Doktor Bob gewarnt. Doch Gil lief über ein Brett, fiel hin, schlug mit dem Kopf auf. Gil blieb liegen.

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Neurologisch und traumatologisch

Rettungssanitäter kamen. Gill wurde neurologisch und traumatologisch untersucht, und Doctor Bob, der übrigens kein Arzt, sondern Rettungssanitäter ist, verkündete, dass zwar keine Auffälligkeiten gefunden wurden, aber zur Sicherheit und zum Röntgen hatten ihn die RTL-Mitarbeiter in ein Krankenhaus gebracht.

Eva ging ins Camp zurück, berichtete von dem Unfall, alle reagierten geschockt, und sogar Ariel umarmte Eva und sorgte sich um Gil. Werbepause. 

Nach dem Reklameblock schlugen sich die versammelten B-Promis die Zeit unter anderem mit dem leicht bekloppten Spiel »Wahrheit oder Pflicht« um die Ohren, bei dem so heiße Bekenntnisse ans grelle Dschungellicht kamen wie die, dass Ariel den Dschungelsieg am wenigsten Gil gönnt und dass Patrick ab und an Pornos schaut.

Mitfühlende Aufmerksamkeit

Erstaunlicherweise avancierte auch dies nicht zur Topnachricht, sondern dies: Gil kommt zurück! Zerknittertes Gesicht, zerzaustes Haar, gestützt von Rangern, so kam er ins Camp, und so viel mitfühlende Aufmerksamkeit wie in diesem Moment dürfte er in den vergangenen zwölf Tagen nicht erfahren haben. 

Und er genoss es. (Zumindest legen die von RTL übermittelten Bilder und Gespräche diesen Eindruck nahe.) »Ich weiß nur, ich bin aufgewacht, und da standen alle um mich herum«, teilte er seinen versammelten Kandidatenkollegen mit, als habe er eine Nahtoderfahrung hinter sich, rückte aber schnell mit der letztlich doch nicht so ganz schockierenden Diagnose raus: »Ich habe eine Zerrung oder was auch immer. Das ist auch alles.«

Die News sind sortiert, das Dschungelcamp hatte an seinem zwölften Tag einen richtig dramatischen Höhepunkt. Und raus muss Stephen. So what?

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