New York

Kanye West bittet Rabbi um Vergebung

Kanye West bekundet Reue. Foto: picture alliance / Sipa USA

Vielleicht stört den gefallenen Popstar Kanye West ja, dass seine Ex-Frau Kim Kardashian derzeit wegen einer neuen Streamer-Serie die volle Medienaufmerksamkeit hat. Jedenfalls sorgt ein Besuch des Rappers bei einem Rabbiner nun für Schlagzeilen.

West, der seit Jahren mit antisemitischer Hetze immer wieder für Empörung sorgt, hat sich am Dienstag bei einem privaten Treffen mit dem Rabbiner Yoshiyahu Yosef Pinto, Leiter der jüdischen Non-Profit-Organisation Shuva Israel in New York und Immobilien-Magnat, offenbar für seine Ausfälle entschuldigt. Schuld an seinem Judenhass sei, so Wests Erklärung, seine bipolare Störung.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auf dem X-Social-Media-Account des Rabbiners wurde am Donnerstag ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie West dem Geistlichen die Hände reicht – und sagt: »Ich bin wirklich dankbar, dass ich heute hier mit Ihnen sitzen und Verantwortung übernehmen kann.« Seine psychischen Probleme hätten ihn »zu Extremen getrieben, bei denen ich den Schutz meiner Mitmenschen und mich selbst vergaß«.

Lesen Sie auch

Der Rabbiner, der laut dem israelischen Wirtschaftsmagazin »Globes« im Jahr 2013 »einer der zehn reichsten Rabbiner Israels« war und 2015 in Israel wegen Bestechung eines hochrangigen israelischen Polizeibeamten zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe verurteilt wurde, nahm den Musiker am Ende des Gesprächs in den Arm und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute. ja

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026

Kunst

Von Guggenheim bis Geffen

Wie jüdische Mäzene im 20. Jahrhundert der Moderne zum Durchbruch verhalfen

von Jana Talke  20.08.2026

Kulturkolumne

Some like it cold

Warum Disneys Eiskönigin nicht nur gegen Hitze hilft

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird heute 80 Jahre alt. Eine persönliche Würdigung

von Reinhard Mohr  20.08.2026

Heidelberg

Hüter des Gedächtnisses

Im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden liegt alles, was jüdische Gemeinden seit 1945 in Deutschland an Dokumenten produziert haben. Jens Hoppe, der Leiter der Einrichtung, sichert die Zukunft der Bestände

von Eugen El  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 19.08.2026

Film

25 Jahre »A.I.«: Odyssee eines Roboter-Jungen

Ein Vierteljahrhundert ist Spielbergs Film »A.I. – Künstliche Intelligenz« jetzt alt. Das Werk ist extrem rührselig, aber dennoch sehenswert. Und es wirft Fragen auf, die auch 2026 sehr relevant sind

von Gregor Tholl  19.08.2026