In Albaniens Hauptstadt Tirana hat am Dienstag die diesjährige Israelische Kulturwoche begonnen. Die dreitägige Veranstaltung ist Teil der fünften Internationalen Kulturwoche des Balkanstaates und findet bereits zum dritten Mal in Folge mit israelischer Beteiligung statt.
Das Festival umfasst laut einem Bericht des »Jewish News Syndicate« Konzerte, Tanzvorführungen, kulinarische Präsentationen und weitere kulturelle Veranstaltungen in Tirana sowie in anderen Städten des Landes. Ziel ist es, die Beziehungen zwischen Israel und Albanien auch auf gesellschaftlicher Ebene zu vertiefen.
Die israelische Botschafterin in Albanien, Galit Peleg, betonte die enge Verbindung zwischen beiden Ländern. »Die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Albanien sind sehr eng«, sagte sie. Zugleich investiere man stark in direkte Kontakte zwischen den Menschen, wobei die Kulturwoche ein wichtiger Bestandteil dieser Bemühungen sei.
Künstler, Musiker, Köche und Tänzer
Nach Angaben der Diplomatin holt die israelische Botschaft jedes Jahr Künstler, Musiker, Köche und Tänzer nach Albanien, um dort die Vielfalt der israelischen Kultur vorzustellen. »Kultur ist eine Brücke. Sie ist eine Sprache ohne Worte, die Menschen miteinander verbindet«, erklärte Peleg.
Nach Angaben des albanischen Kulturministeriums präsentieren sich im Rahmen des Festivals abwechselnd rund 25 Länder. Die Veranstaltungsreihe zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucher an. Die Kulturwoche findet in einer Zeit statt, in der antisemitische Vorfälle in zahlreichen westlichen Ländern seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 stark zugenommen haben.
Albanien gilt als enger Freund Israels und der jüdischen Gemeinschaft. Während des Zweiten Weltkriegs retteten muslimische und christliche Albaner zahlreiche jüdische Flüchtlinge vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Das Land war nach Kriegsende das einzige in Europa, dessen jüdische Bevölkerung größer war als vor dem Krieg.
Israelis willkommen
Auch die politischen Beziehungen wurden zuletzt weiter ausgebaut. Im vergangenen Jahr richtete das albanische Parlament eine Israel Allies Caucus genannte Freundschaftsgruppe ein.
»Israelis sind in Albanien willkommen und werden wie Freunde und Einheimische behandelt«, sagte Petrit Zorba, Vorsitzender der Albanisch-Israelischen Freundschaftsgesellschaft. im