Film

»Erhobenen Hauptes«

Szene aus dem Trailer zum Film Foto: screenshot

Wir gehören zur vermutlich letzten Generation, die noch selbst mit Verfolgten des Nationalsozialismus sprechen kann.» So beschreiben die Mitglieder der Projektgruppe «Documentary View» die Motivation für ihren Film Erhobenen Hauptes. (Über-)Leben im Kibbuz Ma’abarot, der an diesem Montagabend seine Premiere in Frankfurt/Main hat. Erzählt werden die Lebensgeschichten von fünf deutschen Jüdinnen und Juden, die sich als junge Menschen vor den Nazis nach Eretz Israel retteten, um dort im Kibbuz Ma’abarot nahe Netanya einen neuen Staat und eine neue Lebensform aufzubauen.

überlebenswille Die Macher des Films sind keine professionellen Cineasten, sondern sechs Studenten der Uni Frankfurt, die seit Langem in politischen Projekten gegen Rassismus und Antisemitismus aktiv sind. In Vorbereitung des Films haben sie sich intensiv mit der deutschen und jüdischen Geschichte auseinandergesetzt und sind mehrmals nach Israel gereist. Herausgekommen ist dabei ein – trotz der düsteren Hintergrundthematik der Schoa – optimistisches Dokument des Überlebenswillens.

Die Premiere am Montag findet vor geladenem Publikum statt. Anschließend wird der Film am Dienstag, den 22. Oktober, in Wiesbaden und am Donnerstag , den 24. Oktober, in Frankfurt/Main öffentlich vorgeführt. Bei den Terminen wird auch einer der Protagonisten, Zvi Cohen, 1931 als Horst Cohn in Berlin geboren, anwesend sein und nach den Vorführungen über sein Leben erzählen. ja

www.docview.org

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  02.07.2026 Aktualisiert

Fußball

Länderspiel verlegt: Irland verzichtet auf Israel-Boykott

Irlands Fußballverband FAI will das UEFA-Nations-League-Spiel gegen Israel nun in Serbien austragen - auch, um einen Abstieg zu vermeiden

 02.07.2026

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026

Augsburg

Neue »Initiative Antisemitismuskritik & Theater« gegründet

Rund 60 Theaterschaffende haben in Augsburg ein neues Netzwerk gegen Judenfeindlichkeit ins Leben gerufen. Ihnen geht es etwa darum, antisemitismuskritische künstlerische Werke zu entwickeln. Und sie wollen expandieren

von Christopher Beschnitt  02.07.2026

Kulturkolumne

In der Hitze des Sommers

Zwischen Deutschland und Israel: Wenn die Luft sich nicht bewegt und die Zeit stillsteht

von Laura Cazés  02.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Weimar

Ausstellung zeigt Verstrickung von Ärzten im NS-Staat

Die Weimarer Ausstellung »Systemerkrankung« skizziert ausgewählte Biografien von Medizinern im NS-Staat. Die Texte und Hörstationen ordnen dabei die Rolle der individuellen Verstrickungen, aber auch Widerstandshandlungen zwischen 1933 und 1945 ein

 02.07.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  02.07.2026

Bachmannpreis

Sie ging – der Roman kommt

Die Autorin Slata Roschal las in Klagenfurt ihren Text »Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet«. Und sie verursachte einen kleinen Skandal

von Katrin Richter  02.07.2026