London

Dreharbeiten für Film mit israelischer Schauspielerin gestört

Gal Gadot bei der Premiere von »Snow White« Mitte März in Los Angeles Foto: picture alliance / Richard Shotwell/Invision/AP

Die Londoner Polizei hat fünf Menschen festgenommen, die Dreharbeiten für einen Film mit einer israelischen Schauspielerin gestört haben sollen. In den vergangenen Wochen hätten Demonstranten an mehreren Orten Dreharbeiten behindert, teilte die Polizei mit. »Sie haben das allein deswegen getan, weil eine an der Produktion beteiligte Schauspielerin Israelin ist.«

Britischen Medienberichten zufolge soll es sich um ein neues Filmprojekt mit Gal Gadot (40) handeln. Die Schauspielerin (Wonder Woman 1984, Schneewittchen) drehe einen neuen Actionfilm, berichteten etwa die Rundfunkanstalt BBC und die Nachrichtenagentur PA.

Gadot hatte sich nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 und nach Beginn des anschließenden Gazakriegs solidarisch mit Israel und den Geiseln gezeigt. Die BBC berichtete, eine Kampagne habe zum Boykott ihrer Filme aufgerufen. Einem Zeitungsbericht der »Times of Israel« zufolge soll ihr Stern auf Hollywoods »Walk of Fame« beschmiert worden sein. »Haben die Pflicht einzugreifen«

Die Polizei machte zur Identität der Schauspielerin keine Angaben. »Wir sind uns der Bedeutung friedlicher Proteste absolut bewusst, aber wir haben die Pflicht einzugreifen, wenn diese eine Grenze zur schweren Störung oder Kriminalität überschreiten«, teilte die Metropolitan Police mit.

Beamte seien am Mittwoch zu einem Drehort im Stadtteil Westminster geschickt worden, um Verdächtige von früheren Vorfällen zu identifizieren und mit möglichen neuen Aktionen umzugehen. Fünf Personen wurden wegen Belästigung und Verstößen gegen ein Arbeitsschutzgesetz festgenommen. Zwei der Festnahmen seien wegen früherer Protestaktionen erfolgt, drei weitere wegen Verstößen am Mittwoch. dpa/ja

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