Erinnerungskultur

Bund fördert Projekte zu NS-Zeit und deutscher Teilung

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Foto: picture alliance/dpa

Die Bundesregierung fördert fünf neue Projekte zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen und von SED-Unrecht. Dafür stehen bis 2030 insgesamt rund 6,46 Millionen Euro zur Verfügung, wie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Dienstag in Berlin mitteilte.

Fast die Hälfte des Betrages geht an das NS-Dokumentationszentrum Köln. Es erhält für die Neugestaltung seiner Dauerausstellung 3,1 Millionen Euro. Die Stiftung Berliner Mauer bekommt zur Neugestaltung des Erinnerungsortes Checkpoint Charlie 1,65 Millionen Euro. Die Stiftung Topographie des Terrors in Berlin wird für die Restaurierung und Überdachung des ehemaligen Küchenkellers und einer Dauerausstellung am historischen Ort des Reichssicherheitshauptamtes mit 700.000 Euro gefördert.

»Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie«

Das Memorium Nürnberger Prozesse wird mit 750.000 Euro zur Erweiterung seiner Dauerausstellung unterstützt. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erhält für das Projekt »Verfolgung durch Formular. Wie die Bürokratie des NS-Staates Verbrechen organisierte« eine Unterstützung von 216.000 Euro.

Weimer nannte die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur »eine dauerhafte Aufgabe«. Mit der Unterstützung würden die historischen Orte und zeitgemäße Formen der Vermittlung gegen das Vergessen gestärkt. »So treten wir Geschichtsverfälschung entgegen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie«, erklärte der Kulturstaatsminister.

Die Projekte wurden auf Empfehlung eines Expertengremiums ausgewählt. epd

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