ESC 2026

Brugger und Schöneberger moderieren ESC-Vorentscheid mit neun Acts

Die Moderatorinnen Hazel Brugger und Barbara Schöneberger Foto: picture alliance/dpa

Neun Musik-Acts treten am 28. Februar beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) 2026 an. Eine internationale Jury und das Publikum entscheiden dann, wer am 16. Mai am ESC-Finale in Wien teilnimmt, wie die ARD am Donnerstagabend mitteilte. Die von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger moderierte Show wird ab 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Der deutsche ESC-Jahrgang 2026 biete »unterschiedliche Sounds, unverwechselbare Stimmen und persönliche Geschichten, die ESC-Herzen höherschlagen lassen«, erklärte die ARD. Mit dabei sind Bela, Dreamboys The Band, Laura Nahr, Malou Lovis, Molly Sue, Myle, Ragazzki, Sarah Engels und Wavvyboi.

Zweistufige Abstimmung

Im ersten Schritt bewertet am 28. Februar bei »Eurovision Song Contest - Das Deutsche Finale 2026« eine internationale Jury aus Musikexpertinnen und -experten die neun Acts und wählt ihre drei Favoriten. Im zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das Ticket für den ESC erhält. Die ARD-Federführung für den ESC liegt beim SWR, nachdem der NDR diese Funktion im vergangenen Jahr abgegeben hatte.

Mehrere Länder boykottieren in diesem Jahr den ESC, weil der Veranstalter Europäische Rundfunkunion (EBU) Anfang Dezember den Weg für eine Teilnahme Israels freimachte. Dazu gehören Irland, Spanien, die Niederlande, Slowenien und Island. Sie begründeten die Entscheidung mit dem Vorgehen Israels im Gaza-Krieg. In einigen Ländern laufen die Diskussionen über eine Teilnahme noch.

Den ESC im Mai 2025 in Basel hatte der Countertenor JJ aus Österreich mit seinem Song »Wasted Love« gewonnen. Im August setzte sich Wien gegen Innsbruck als Ausrichterstadt für 2026 durch. Veranstaltungsort ist die Wiener Stadthalle, wo die Musikshow bereits 2015 stattgefunden hatte. epd

Glosse

Deutschland sucht den Nazi

Der »Spiegel« und die »Zeit« helfen den Deutschen, die Nazis unter den Vorfahren aufzuspüren - und verdienen damit ganz nebenbei gutes Geld. Richtig so, findet unser Autor

von Michael Thaidigsmann  19.06.2026

Fußball

»Ich weiß, wer Weltmeister wird«

Uri Geller über die Weltmeisterschaft, den Gewinner des Turniers und seinen fatalen Einfluss auf einen verschossenen Elfmeter bei der EM 1996

von Detlef David Kauschke  19.06.2026

»Imanuels Interpreten« (22)

Herbie Mann: Der Klangsetzer

Sein Motto: »Wenn du die Musik von jemandem spielen willst, gehe zu ihm nach Hause.« Er setzte dies um, hatte dann aber die Jazz-Polizei am Hals

von Imanuel Marcus  19.06.2026

Kommentar

Nimm die Wahrheit an, von wem auch immer sie gesagt wurde

Bisweilen wirkt die Debatte um KI-generierte Texte absurd. Denn die Qualität eines Arguments sollte entscheidender sein als sein Urheber

von Leeor Engländer  18.06.2026

Literatur

Prophet im eigenen Land

Ein neuer Band mit bisher unveröffentlichten Texten von Amos Oz zeigt den israelischen Schriftsteller als reflektierten Staatsbürger und überzeugten Zionisten

von Marko Martin  18.06.2026

Essen

»Schakschuka ist der Favorit«

Der deutsch-israelische Koch Tom Franz hat ein Buch über das Frühstück geschrieben. Hier spricht er über geflochtenen Lachs, clevere Vorräte und die Frage, warum er die erste Mahlzeit des Tages auslässt

von Katrin Richter  18.06.2026

Ausstellung

Androgyn, zeitlos, modern

Das Georg Kolbe Museum in Berlin widmet sich der britischen Ausnahmekünstlerin Marlow Moss – erstmals in Deutschland

von Alicia Rust  18.06.2026

Streaming

Bringt Gali nach Hause!

Eine junge Israelin wird in Moskau verhaftet. Die Serie »Unconditional« erzählt vom Kampf einer Mutter gegen die Justiz

von Chris Schinke  18.06.2026

Köln/Hamburg/Leipzig

Mit diesen prominenten Weggefährten feiert Wolf Biermann seinen 90. Geburtstag

Der legendäre Liedermacher wird am 15. November 90 Jahre alt

 18.06.2026