Programm

Berliner Rebellin, Kafkas Schwester und ein junger Detektiv: Termine und TV-Tipps

Ihr extracurricularer Wissensdurst beschert Sherlock und John so manches Abenteuer: »Das Geheimnis des verborgenen Tempels«, Sonntag, 1. März, 14.30 Uhr, arte Foto: © 1985 Paramount Pictures/All rights reserved

Berlin
Autorenlesung »Die Abschottung der Welt: Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen« mit Susanne Heim
Mi 4. März, 19 Uhr, taz-Kantine, Friedrichstraße 21

Dorsten
Lesung »Gerhard J. Rekel: Lina Morgenstern. Die Geschichte einer Rebellin« – 1866. Preußisch-Österreichischer Krieg. Mittendrin, in Berlin, Lina Morgenstern (1830–1909). Viele Soldaten kommen verletzt aus dem Krieg, der Staat kümmert sich nicht. Spontan gründet Lina Morgenstern Lazarette und Volksküchen – und rettet damit Tausende Soldaten.
Do 26. Februar, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum Westfalen, Julius-Ambrunn-Straße 1

Düsseldorf
Theaterstück »Ottla – Franz Kafkas Lieblingsschwester« – Das Stück erzählt Ottla Davids Leben in Prag mit ihrer Familie und die Deportation nach Theresienstadt. Alle drei Schwestern von Franz Kafka sind in der Schoa ermordet worden.
Mi 4. März, 18.30 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90

Hannover
Im Autorengespräch »Im Geflecht der Zeit« mit Jehona Kicaj und Henrik Szántó geht es um die untrennbare Verknüpfung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Anmeldung erforderlich per E-Mail anmeldung@villa-seligmann.de oder Telefon 0511/ 844887-200
Do 26. Februar, 19.30 Uhr, Villa Seligmann, Hohenzollernstraße 39

Leipzig
»Stolpertexte: Jüdische Lebenswege in die USA« – Dana von Suffrin und Olga Grjasnowa in Lesung und Gespräch
Do 26. Februar, 19 Uhr, Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Mönchengladbach
Autorenlesung »Stephan Lehnstaedt: Der vergessene Widerstand«
Mi 4. März, 19.30 Uhr, Zentralbibliothek Carl Brandts Haus, Hilde-Sherman-Zander-Straße 6

Regensburg
Erster Mittwoch Tsuzamen: »Als Kind in Auschwitz überlebt – Die letzten Überlebenden erzählen« mit dem Journalisten Thomas Muggenthaler
Mi 4. März, 19 Uhr, Jüdisches Gemeindezentrum, Am Brixener Hof 2

TV und Radio

»Welten-Saga II: Die Schätze des Nahen Ostens«: Christopher Clark besucht die Geburtsstätten uralter Mythen und Religionen, die der Weltgeschichte bis zum heutigen Tag ihren Stempel aufdrücken.
Freitag, 27. Februar, 16.45 Uhr 3sat TV

Steven Spielberg hat »Das Geheimnis des verborgenen Tempels« 1985 koproduziert: eine unterhaltsame Mischung aus Thriller, Abenteuerfilm und fantastischem Krimi. Seinerzeit brachten die visuellen Effekte dem Film eine Oscarnominierung ein: Erstmals tauchen computeranimierte Figuren auf, zum Beispiel ein Ritter, der aus einem Bleiglasfenster plötzlich Gestalt annimmt und in den Raum springt.
Sonntag, 1. März, 14.30 Uhr, arte TV

»Schindlers Liste« – Der Industrielle Oskar Schindler macht mit den Nazis Geschäfte und verkehrt in den höchsten Kreisen. Doch die schrecklichen Ereignisse lassen ihn nicht kalt: In seiner Fabrik in Polen beschäftigt er zahlreiche Juden – doch nicht, um sie auszubeuten. Schon bald heißt es unter den Juden: Wer bei Schindler arbeitet, ist so gut wie gerettet.
Sonntag, 1. März, 20.15 Uhr Kabel Eins TV

»Stimme trifft auf Herz«: Der französische Geigenvirtuose Renaud Capuçon interpretiert das Violinkonzert des zweifachen Oscar-Gewinners Erich Korngold.
Mittwoch, 4. März, 20 Uhr, RBB Radio 3

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

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Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Nachruf

Eine Welt voller Wärme

Die jüdische Kinderbuchautorin Myriam Halberstam nimmt Abschied von Janosch, dem Vater von Tiger, Bär und Tigerente

von Myriam Halberstam  06.11.2026

Fernsehen

Biedere Bürgerlichkeit und organisierter Massenmord

Das ZDF zeigt den Oscar-prämierten Spielfilm »The Zone of Interest« über den KZ-Kommandanten Rudolf Höß, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Vernichtungslager Auschwitz lebte

von Josef Lederle  06.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  06.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  06.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richter  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

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