Hamburg

Ausstellung zum Bild vom Judentum

MARKK Museum am Rothenbaum
MARKK Museum am Rothenbaum Foto: picture alliance/dpa

Die Sonderausstellung »Zuschreibung: Jüdisch« hinterfragt ab Freitag die Sammlung jüdischen Kulturguts und die historische Rolle des Hamburger Museums am Rothenbaum (MARKK). Im Fokus steht aktuelle Provenienzforschung zu NS-Raubgut, wie das MARKK am Donnerstag mitteilte.

Provenienzforschung widmet sich der Geschichte der Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern. Bis zum 27. Juni 2027 informiert die Schau über Sammlungsgeschichten und Biografien vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

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Im Zentrum der Ausstellung stünden zehn Objekte der ehemaligen Gesellschaft für jüdische Volkskunde, hieß es. Dabei werde die Rolle des Museums im Nationalsozialismus neu bewertet und auch die Klassifizierung jüdischer Objekte hinterfragt. Es gehe um den Umgang des Museums mit gezeigten Beständen und ihrer Zuordnung als jüdisch. Hinterfragt werde auch das Bild, das durch das Sammeln und Ausstellen vermittelt wurde.

Besitzwechsel untersucht

Im Rahmen der Provenienzforschung zu NS-Raubgut werde seit 2021 der Besitzwechsel von Ausstellungsstücken in Unrechtskontexten zwischen 1933 und 1945 untersucht. Dies beinhalte auch Objekte, die erst nach 1945 ins Museum gelangten. Berücksichtigt würden zudem die kolonialen Hintergründe der ethnografischen Sammlung. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sei die Rolle und Positionierung des Museums im Nationalsozialismus. epd

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