Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2026 geht an die albanisch-britische Philosophin, Politikwissenschaftlerin und Buchautorin Lea Ypi. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung werde am 10. Dezember im Bremer Rathaus überreicht, teilten der Hannah-Arendt-Verein für politisches Denken und die Heinrich-Böll-Stiftung am Mittwoch in Bremen mit.
Die internationale Jury würdigte Ypi als herausragende politische Denkerin der Gegenwart. Ihr Werk verbinde politische Erfahrungen unter einem totalitären System mit philosophischer Reflexion und historischer Analyse. Angesichts neuer autoritärer Herausforderungen gewinne ihr Verständnis von Freiheit und Demokratie besondere Aktualität, hieß es zur Begründung.
Bestseller über das Aufwachsen in Albanien
Lea Ypi wurde 1979 im albanischen Tirana geboren und lehrt als Professorin für Politik und Philosophie an der London School of Economics. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit ihrem autobiografischen Bestseller »Frei. Erwachsenwerden am Ende der Geschichte« (2022). Stifter des Preises sind die Freie Hansestadt Bremen sowie die Heinrich-Böll-Stiftung im Bund und in Bremen. epd