Ludwigshafen

Neue Ausstellung zu Ernst und Karola Bloch: Fotografische Reise

Karola und Ernst Bloch Foto: picture alliance / imageBROKER

Eine neue Ausstellung zum deutschen Philosophen Ernst Bloch (1885-1977) und seiner Frau, der polnisch-deutschen Architektin und Publizistin Karola Bloch (1905-1994), ist ab Freitag in Ludwigshafen zu sehen. »Ernst und Karola Bloch - eine fotografische Reise durch ein bewegtes Leben« lautet der Titel der Schau im Ernst-Bloch-Zentrum, die bis 30. April 2027 gezeigt wird.

In der Ausstellung werden bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem privaten Nachlass der Familie Bloch gezeigt, wie die Stadt Ludwigshafen mitteilte. Ernst Bloch, der insbesondere durch sein Hauptwerk »Das Prinzip Hoffnung« bekannt wurde, wurde 1885 in Ludwigshafen geboren und starb 1977 in Tübingen. Karola Bloch - gebürtige Karola Piotrkowska - wurde 1905 in Lódź geboren und starb 1994 ebenfalls in Tübingen.

Jüdische Sozialistin in männerdominierter Welt

Die Schau will »das ereignisreiche Leben der Familie Bloch zwischen Exil und Heimatsuche aufarbeiten und dabei ihre Reisen quer über den Globus, ihre Wegbegleiter sowie ihren Aktivismus anhand des fotografischen Nachlasses veranschaulichen«. Zu sehen seien öffentliche wie private Momente.

Ein besonderes Augenmerk liege auf Karola Blochs Arbeit als Architektin und ihrem gesellschaftspolitischen Engagement. »Als Frau, Jüdin und Sozialistin behauptete sie sich mit starkem Willen in einer von Männern dominierten Welt - sowohl in Europa als auch in den USA«, hieß es. In den 1950er Jahren sei sie die führende Planerin von Kindereinrichtungen in der DDR gewesen. Als Anhängerin des »Neuen Bauens« habe sie für die Ideale der Architekturmoderne gestanden - »mit besonderem Blick auf das Soziale und die Perspektive der Frauen«.

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