Solingen

100 Porträts jüdischer Künstlerinnen im Zentrum für verfolgte Künste

Zentrum für verfolgte Künste Foto: Zentrum für verfolgte Künste

Solingen

100 Porträts jüdischer Künstlerinnen im Zentrum für verfolgte Künste

Die Ausstellung erzählt von künstlerischen Lebenswegen zwischen Krieg, Verfolgung und Neubeginn, wie das Museum ankündigte

 11.03.2026 16:54 Uhr

Mehr als 100 Porträts jüdischer Künstlerinnen sind ab Donnerstag im Zentrum für verfolgte Künste in Solingen zu sehen. Die Ausstellung »Manya Gutman: Blickwechsel« erzählt von künstlerischen Lebenswegen zwischen Krieg, Verfolgung und Neubeginn, wie das Museum ankündigte. Die Künstlerin Manya Gutman habe sich auf die Spurensuche nach jüdischen Künstlerinnen im »Zeitalter der Extreme« begeben. Dabei seien rund 100 gezeichnete Porträts entstanden, die bis zum 26. April in Solingen gezeigt werden.

Teil der Ausstellung ist etwa die Geschichte von Dora Bromberger, die ab 1928 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreunde in Bremen war und 1942 in der NS-Vernichtungsstätte Maly Trostinez ermordet wurde. Malva Schalek hielt den Lageralltag im Konzentrationslager Theresienstadt in mehr als 100 Zeichnungen und Aquarellen fest. Die Hamburger Künstlerin Anita Rée nahm sich nach einer Hetzkampagne im Dezember 1933 das Leben. Auch Sonja Delaunay, Meret Oppenheim oder Giséle Freund sind auf den von Gutman gezeichneten Bildern zu sehen. epd

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