Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Mit einem klaren Plädoyer für Vielfalt hat Iris Knobloch die 79. Filmfestspiele von Cannes eröffnet und zugleich Spekulationen über einen angeblichen Rückzug Hollywoods von der Côte d’Azur zurückgewiesen. Im Interview mit »Variety« erklärte die jüdische Festivalpräsidentin: »Was sich verändert hat, ist nicht die Beziehung von Cannes zu Hollywood — sondern Hollywood selbst.« Knobloch betonte, das Kino sei heute globaler und offener denn je. Am Samstag endet das Festival in Cannes bereits wieder.

Natalie Portman mag es gern stilecht – und erkundete vor Kurzem gemeinsam mit ihrem Ehemann Europa. Auf Ins­tagram teilte die israelisch-amerikanische Schauspielerin Fotos und Videos ihrer Fahrt im Venice-Simplon-Orient-Express, der unter anderem die Strecke von London nach Venedig bedient. Die 44-Jährige reiste in der privaten L’Observatoire-Kabine, die einen ganzen Waggon belegt. Es fühle sich an »wie eine Zeitreise«, kommentierte Portman unter einer Bilderstrecke, die sie unter anderem vor einer reich bestückten Bibliothek zeigt. Die Zeit auf Schienen vertreibt sie sich wohl unter anderem mit Lesen, Scrabble-Runden oder Livemusik in einem der Speisewagen.

Daniel Hope indes unternimmt Ausflüge ganz anderer Art. Im Kammermusiksaal des Bonner Beethoven-Hauses lud der Stargeiger zu einer unterhaltsamen musikalischen »Reise um die Welt in 80 Minuten«. Auf dem Programm standen osteuropäische Folklore, Jazz, jüdische Musiktradition, Tango – und Johann Sebastian Bach. Dem Publikum gefiel die bunte Mischung offenbar außerordentlich. Die Interpretationen sorgten im ausverkauften Haus für Begeisterungsstürme.

Lesen Sie auch

Susan Sideropoulos hat allen Grund zur Freude. Im Interview mit RTL sprach die Moderatorin und Schauspielerin über den Erfolg ihrer ZDF-Show That’s My Style, mit der sie in die zweite Staffel startet. Es sei für sie etwas ganz Besonderes, dass das Format, »das mit sehr viel Liebe gestaltet wurde«, fortgesetzt wird. Im Übrigen sieht es die 45-Jährige gelassen, dass sie trotz ihrer langen RTL-Vergangenheit bei einem anderen Sender erfolgreich ist. »Ich würde gar nicht mehr sagen, dass man das heute noch so festlegen kann.«

Jake Gyllenhaal steht im Zentrum von Guy Ritchies neuem Actionthriller In The Grey, in dem der Hollywoodstar einen ehemaligen Elitesoldaten spielt, der in einer rechtlichen und moralischen Grauzone operiert und als Teil eines hochspezialisierten Teams milliardenschwere Schulden bei Kriminellen eintreibt. Gedreht unter anderem auf Teneriffa und in Saudi-Arabien, erzählt der Film von Einschüchterung und Sabotage. Gyllenhaal sprach laut US-Medien über die ungewöhnliche Arbeitsweise von Regisseur Ritchie hervorhebt, der Dialoge teils erst kurz vor Drehbeginn verteilt, was demnach für permanente Aufmerksamkeit sorgt.

Lesen Sie auch

Wegen einer Knieverletzung muss Barbra Streisand ihren geplanten Auftritt bei den Filmfestspielen in Cannes absagen: Die 84-jährige Sängerin und Schauspielerin sollte dort bei der Abschlussgala persönlich mit der Goldenen Ehrenpalme ausgezeichnet werden, folgt nun aber dem Rat ihrer Ärzte und bleibt der Veranstaltung fern. In einer Mitteilung erklärte Streisand, sie erhole sich noch von der Verletzung und könne deshalb nicht nach Frankreich reisen. Zugleich betonte sie, wie sehr sie sich auf das Festival und die Ehrung gefreut habe.

Der Saxofonist Jay Beckenstein hat soeben seinen 75. Geburtstag gefeiert. Er blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zwischen Jazz, Fusion und sanften Popklängen zurück: Der in Brooklyn geborene Musiker, der seine Schulzeit in Nürnberg verbrachte, gründete 1974 die Band Spyro Gyra und machte sie mit Instrumentalhits wie »Morning Dance« und »Shaker Song« zu einem der erfolgreichsten Jazz-Acts der 1980er Jahre. Beckenstein, dessen warmer Saxofon-Sound bis heute das Markenzeichen der Gruppe ist, steht auch nach mehr als fünf Jahrzehnten weiterhin mit Spyro Gyra auf der Bühne und gilt als einer der prägenden Musiker des Jazz-Fusion-Genres.

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert

Glosse

Der Rest der Welt

Einmal Gastro, immer Gastro

von Margalit Edelstein  05.10.2026

Zahl der Woche

136 israelische Athleten

Fun Facts und Wissenswertes

 05.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Frankfurt

Kronen der Schrift

Im Jüdischen Museum ist die weltweit größte Privatsammlung von Rimonim zu sehen. Sie stammen aus China, dem Jemen oder Marokko. Gesammelt hat sie ein heute 100-jähriger Schweizer Jude

von Mascha Malburg  05.10.2026

Biennale Jerusalem

Aus den Tiefen ins Licht

250 Künstler aus Israel und anderen Ländern verarbeiten das Massaker des 7. Oktober

von Sabine Brandes  05.10.2026

Literatur

Dorfroman mit Ewigkeitsnote

Die Eltern der Autorin Shida Bazyar stammen aus dem Iran. Ihr Buch »Die Lücken« ist einer der besten deutschen Romane überhaupt

von Maria Ossowski  05.10.2026

Literatur

Als der Flieder in Kreuzberg blühte

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Dana Vowinckel trifft mit ihrem zweiten Roman »Anton und Alma« den Nerv der Zeit

von Ayala Goldmann  05.10.2026

7. Oktober 2023

Sie war 25

Eine Erinnerung an Mai Itzhaki aus Hod Hasharon

von Ayala Goldmann  05.10.2026