Programm

Lebenswille, musikalische Soiree und Fußball unterm Hakenkreuz: Termine und TV-Tipps

Seit dem Entstehen der Weltreligionen war Mossul multi­ethnisch und multireligiös: Christen, Juden, Jesiden und Muslime lebten hier. »Mossul – Wiedergeburt einer antiken Metropole«, 17. Mai, 9 Uhr arte Foto: arte © UNESCO

Baden-Baden
Lesung mit Gespräch »Sind Antisemitisten anwesend?« mit Lea Streisand und Alexander Estis über die vielfach beachtete gleichnamige Anthologie, die sich mit satirischen Mitteln mit dem Thema Judenhass auseinandersetzt. Am 19. Mai findet die Veranstaltung in Mannheim statt – in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Mannheim.
Mo 18. Mai, 19.30 Uhr, Buchhandlung Eulennest, Gernsbacher Straße 2

Bad Homburg
Lesung »Ich will leben«: Eva Szepesi, 93 Jahre alt und eine der letzten Überlebenden des Holocaust, liest aus ihrem Buch »Ein Mädchen allein auf der Flucht« und erzählt unter anderem von ihrer behüteten Kindheit in Ungarn, von der Flucht 1944 in die Slowakei und von ihrer Deportation nach Auschwitz im Alter von nur zwölf Jahren.
Fr 15. Mai, 19 Uhr, Arthouse Zehntscheune, Bornstraße 18

Berlin
Konzert »SOIREE MIT CPE & COMPANY«: Schüler des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach Berlin präsentieren Solistisches und Kammermusik.
Di 19. Mai, 16.30 Uhr, Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51

Chemnitz
»Der 7. Oktober, die Juden und der Medienkrieg«: Vortrag und Diskussion mit den TV-Journalisten Esther Schapira und Georg M. Hafner im Chemnitzer TIEZ
Mi 20. Mai, 20 Uhr, Stadtbibliothek Veranstaltungssaal, Moritzstraße 20

Hamburg
Autorengespräch »Yael Neeman: Wir waren die Zukunft« – Das Buch war in Israel ein Bestseller. Yael Neeman berichtet von Debatten, Utopien und Wahrheiten, über das Aufwachsen in einem Kibbuz.
Di 19. Mai, 19.30 Uhr, Aula Talmud Tora Schule, Grindelhof 30

Leipzig
Ausstellungseröffnung »AUFBRUCH UND TRADITION: 30 Jahre Jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen« – Fotografien von Silvia Hauptmann. Ausstellung vom 19. Mai bis 1. Oktober im Rahmen des Themenjahres »TACHELES – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen«
Mo 18. Mai, 18 Uhr, Stadtarchiv, Straße des 18. Oktober 42

Siegen
Tanzworkshop »Jiddische Tänze«: Die Tänze stammen ursprünglich von aschkenasischen Juden und sind berühmt für ihren Reichtum an Gesten, denn sie sind weniger eine Bühnenaufführung als ein Mittel zur Kommunikation zwischen den Tänzerinnen und Tänzern.
Do 21. Mai, 18 Uhr, Ev. Gemeindezentrum »Mittendrin«, An der Talkirche 2

TV und Radio

»Mossul – Wiedergeburt einer antiken Metropole«: Mossul, eine der ersten Großstädte der Geschichte, wird vom Tigris durchquert. Seit dem Entstehen der Weltreligionen war die Stadt multi­ethnisch und multireligiös: Christen, Juden, Jesiden und Muslime lebten hier. Diese Vielfalt verlieh der Stadt einen eigenen Charakter. Dokumentation
Sonntag, 17. Mai, 9 Uhr arte TV

»Die Tuning Profis – Broder, alter Saab«: Der bekannte Kolumnist Henryk Broder erfüllt sich einen Traum, kauft einen Saab 96 und braucht nun Hilfe von den Profis.
Sonntag, 17. Mai, 15.45 Uhr RTL NITRO TV

»Vom Hakenkreuz zum Totenkopf – Der FC St. Pauli und seine Geschichte«: Der Film folgt den Spuren der Geschichte im Stadion, in den Archiven bis an Orte des Holocaust und erzählt die tragische Biografie des Stürmers Selig Cahn. So entsteht das vielschichtige Bild eines Klubs, der gelernt hat, seine eigene Geschichte zu hinterfragen.
Montag, 18. Mai, 23.50 Uhr ARD TV

Tobias Korenke

Tobias Korenke

»Jetzt sind wir als Nachgeborene gefordert«

»Grandios gescheitert«: So hart urteilt Historiker Tobias Korenke über die deutsche Erinnerungskultur. Und hat Änderungsvorschläge. Bonhoeffer-Nachfahre zu sein, hat für ihn durch den AfD-Aufschwung eine neue Bedeutung

von Karin Wollschläger  08.11.2026

Blick aus einem Fenster der Höß-Villa auf Gebäude des ehemaligen KZ Auschwitz

Auschwitz

»Mein Großvater war der größte Massenmörder aller Zeiten«

Kai Uwe Höss ist der Enkel von Lagerkommandant Rudolf Höß. Wie lebt es sich mit dieser familiären Bürde?

 08.11.2026

München

20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob

Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert

von Christiane Ried  08.11.2026

Plakat mit der Aufschrift Nie wieder ist jetzt

Gedenken zum 9. November

»Nie wieder«: Ein Appell in der Kritik

In diesen Tagen wird der Opfer der NS-Pogrome von 1938 gedacht. Anlass, öffentlich »nie wieder« zu fordern. Wegen des aktuellen Antisemitismus wollen manche das jedoch nicht mehr hören. Schlaglichter auf eine Debatte

von Leticia Witte  08.11.2026

Tasche mit der Aufschrift Anne Frank – 30 Jahre Anne Frank Zentrum

Berlin

Anne Frank Zentrum: Holocaustleugnung bei Jugendlichen nimmt zu

Die Leiterin des Anne Frank Zentrums Berlin warnt vor Falschinformationen zur NS-Zeit in Sozialen Medien. Ein Grund für die Wissenslücken könne auch ein rückläufiger Stellenwert im Schulunterricht sein, sagt sie

 08.11.2026

Oper

»Da ruft mich jemand«

Das Theater Osnabrück erinnert mit einem eigens komponierten Stück an Peter van Pels. Der Gefährte von Anne Frank im Versteck wurde vor 100 Jahren geboren

von Claudia Irle-Utsch  08.11.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 08.11.2026

Ruth Ur im Exilmuseum

Berlin

Das Exil ist überall – Berlins neues Museum schlägt Brücken

Während der NS-Zeit war Berlin für viele ein Ort, den sie verlassen mussten. Ein neues Museum verbindet ihre Geschichten mit heutigen Exil-Erfahrungen

 08.11.2026

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026