Großbritannien

Verdacht: Britische Hilfsorganisation könnte Hamas unterstützt haben

Croydon im Süden Londons (Symbolbild) Foto: picture alliance / robertharding

Großbritannien

Verdacht: Britische Hilfsorganisation könnte Hamas unterstützt haben

Die Anti-Terror-Polizei Londons untersucht, ob eine muslimische Hilfsorganisation von der Terrorfinanzierung mit ihren Spenden wusste oder nicht

 09.08.2026 13:39 Uhr

Eine in Großbritannien ansässige Hilfsorganisation wird wegen möglicher Verbindungen zur Terrororganisation Hamas von der Anti-Terror-Polizei untersucht. Das berichten internationale Medien, darunter die BBC. In zwei Fällen seien Durchsuchungsbefehle für Croydon im Süden Londons ausgestellt worden. Die »Charity Commission«, eine nationale Quasi-Aufsichtsbehörde, die gegenüber dem Parlament Rechenschaft ablegt und über Wohltätigkeitsorganisationen in Großbritannien Buch führt, hat eine Prüfung der Al-Khair-Stiftung angekündigt.

Auslöser war die Verhaftung eines 45-jährigen türkischen Staatsbürgers in Großbritannien, dem die US-Behörden Verschwörung zur Weiterleitung von Geldern und Versorgungsgütern an die Hamas über eine »Schein-Wohltätigkeitsorganisation« vorwerfen.

Finanzierung von Terrorismus

Die Al-Khair-Stiftung gibt an, dass H. kein Angestellter sei, aber mit einem Partner der Stiftung zusammengearbeitet habe, der beim Transport von Hilfsgütern in alle Welt helfe. Auch Gaza sei ein Ziel der Unterstützung ihrer Arbeit, unter anderem mit Verpflegung, sauberem Wasser, Zelten und medizinischer Hilfe, so die Stiftung.

H. soll zeitnah an die USA ausgeliefert und dort vor Gericht gestellt werden. Die Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York wirft ihm vor, seine leitende Position bei einer »global agierenden humanitären Organisation« genutzt zu haben, um sich direkt mit der Führungsebene der Hamas über die Lieferung von Geldern und Hilfsgütern in den Gazastreifen sowie deren Verteilung auf Anweisung der Hamas-Führung abzustimmen. Die Anklage lautet Verschwörung zur materiellen Unterstützung der Hamas und Finanzierung von Terrorismus. Jeder Anklagepunkt könne zu einer Haftstrafe von 20 Jahren führen, heißt es.

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Der für nationale Sicherheit zuständige stellvertretende US-Generalstaatsanwalt, John A. Eisenberg, erklärte: »Die Gelder, die von Scheinhilfsorganisationen wie der in der Klageschrift beschriebenen stammen, befeuern die terroristischen Aktivitäten der Hamas, einschließlich der Gräueltaten, die die Gruppierung am 7. Oktober begangen hat.«

Die Charity Commission gab bekannt, dass die Al-Khair-Stiftung im Geschäftsjahr, das am 31. Juli 2025 endete, Einnahmen von mehr als 86 Millionen Euro verzeichnete. Die Stiftung verkündete, dass sie »vollumfänglich« mit den Behörden zusammenarbeite. ja

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