New York

Ruth Westheimer wird Anti-Einsamkeits-Botschafterin

»Dr. Ruth« kümmert sich nun um einsame New Yorker. Foto: picture alliance / mpi98/MediaPunch

New York

Ruth Westheimer wird Anti-Einsamkeits-Botschafterin

Der Kommentar der 95-Jährigen Sexualtherapeutin zur Ernennung: »Halleluja«

 14.11.2023 08:45 Uhr

Die in Deutschland geborene Sex-Therapeutin Ruth Westheimer (95) ist neue Anti-Einsamkeits-Botschafterin des US-Bundesstaats New York. Westheimer werde die landesweit erste Position dieser Art ehrenamtlich einnehmen, um der wachsenden »Einsamkeits-Epidemie« in dem Bundesstaat entgegen zu wirken, teilte Gouverneurin Kathy Hochul mit.

»Hallelujah«, wurde Westheimer zitiert. »Ich bin zutiefst geehrt und habe der Gouverneurin versprochen, Tag und Nacht dafür zu arbeiten, dass sich die New Yorker weniger einsam fühlen.«

Im Jahr 1928 wurde »Dr. Ruth« als Karola Ruth Siegel in Wiesenfeld in der Nähe von Frankfurt in eine jüdische Familie hinein geboren. Als Zehnjährige, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, kam sie mit einem Kindertransport in die Schweiz und entkam so dem Holocaust.

Später ging sie in die USA und wurde als Sexualtherapeutin mit Shows im Radio und im Fernsehen berühmt. dpa

Reaktion

Europäische Rabbiner: Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist Weckruf

Das Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt mit über 40 Prozent sorgt auch im Ausland für Besorgnis. Was orthodoxe europäische Rabbiner dazu sagen

von Leticia Witte  07.09.2026

»Imanuels Interpreten« (24)

Stan Getz: Der Saxofon-Poet

Wenn Getz live spielte, wollten alle da sein und zuhören. Der Vollblutmusiker kämpfte jedoch über Jahrzehnte hinweg mit Dämonen, die ihn zerstörten

von Imanuel Marcus  07.09.2026

Nachruf

Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026

Schweiz

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!«

Der neunjährige Nathan Hertig ist eines von 25 jüdischen Kindern des FC Hakoah Zürich, die die Profis des FC Zürich ins Stadion begleiten durften. Im Interview erzählt er von diesem Erlebnis

von Nicole Dreyfus  03.09.2026

Terezín 2050

Theresienstadt: Zwischen Gedenken und Weiterleben

Einst Habsburger Festung, dann NS-Ghetto, heute tschechische Kleinstadt: Terezín (Theresienstadt) ist Erinnerungsort und lebendige Stadt zugleich. Internationale Forscher suchen nach Perspektiven für den Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft

 03.09.2026

Ungarn

Jüdisches Leben nach Orbán

Die neue Regierung verspricht eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Judenhass – und Partnerschaft auf Augenhöhe

von György Polgár  03.09.2026

USA

Warum Punk so jüdisch ist

In New York fing es an. In London wurde es Modetrend. Aber was hat eigentlich Lenny Bruce damit zu tun?

von Sarah Thalia Pines  31.08.2026

Interview

»Die Lage der schwedischen Juden ist schrecklich«

Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin Simona Mohamsson über den Davidstern und die Vermischung von Israel-Kritik und Antisemitismus

von Michael Thaidigsmann  31.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026