USA

Rechtsextremist wegen geplantem Synagogen-Anschlag vor Gericht

Der Mann muss sich seit Montag vor einem Bundesgericht in El Paso verantworten. Foto: Getty Images / istock

Ein amerikanischer Rechtsextremist muss sich seit Montag vor einem Bundesgericht in El Paso wegen eines geplanten Anschlags auf eine Synagoge verantworten.

Der 27-jährige Mann soll laut Anklage versucht haben, Ende Oktober das historische Gotteshaus in Pueblo im US-Bundesstaat Colorado in die Luft zu sprengen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben versuchter Brandstiftung auch vor, er habe die Gemeinde an ihrem Recht auf Religionsausübung hindern wollen.

ermittler Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte den Mann am 1. November verhaftet. Er war den Behörden bei einer Überwachungskampagne ins Netz gegangen, bei der er mit einem verdeckten Ermittler über Facebook kommuniziert hatte. Sollte er wegen des geplanten Anschlags verurteilt werden, drohen dem Extremisten bis zu 50 Jahre Gefängnis.

Hassverbrechen sind in den USA laut FBI-Statistik 2017, dem letzten dokumentierten Jahr, um 17 Prozent, antisemitische Angriffe um 37 Prozent gestiegen. 2018 waren bei einem Terroranschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh elf Menschen ums Leben gekommen.  kna

Kolumbien

Knapper Wahlsieg, dramatischer Kurswechsel?

Der knapp zum kolumbianischen Präsidenten gewählte Abelardo de la Espriella will die Beziehungen zu Israel kitten - doch de la Espriella ist wie sein Vorgänger Gustavo Petro sehr umstritten

von Michael Thaidigsmann  24.06.2026

Nachruf

Erfinder des »Greenspeak«

Alan Greenspan prägte als Chef der US-Notenbank eine 19 Jahre währende Boom-Phase der Börsen und Konjunkturen

von Philip Fabian  23.06.2026

Nachruf

Clive Davis: Der Mann, der den Sound ganzer Generationen prägte, ist tot

Der jüdische Musikmanager entdeckte und förderte Bands und Künstler wie Earth, Wind & Fire, Chicago, Santana, Whitney Houston, Barry Manilow und Barbra Streisand

 23.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026