Ukraine

Notfallhilfe für Juden

Nach einem Bombenangriff in der Region um Donezk Foto: dpa

Als Notfallhilfe für Juden in den umkämpften Zonen der Ost-Ukraine stellt die Organisation International Fellowship of Christians and Jews (IFCJ) zusätzlich knapp 600.000 Euro zur Verfügung.

Das berichtete die jüdische Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) am Montag. Das Geld soll dem Bericht zufolge Juden aus Städten wie Donezk, Lugansk und Mariupol zur Verfügung stehen und für Medikamente, Suppenküchen, Unterkünfte und Sicherheitsmaßnahmen sorgen.

Angriff Der Chabad-Schaliach in Mariupol, Mendel Cohen, sagte der Nachrichtenagentur, in der Stadt lebten etwa 7000 Juden. Seit dem Raketenangriff auf den Markt der Stadt am 24. Januar, bei dem 30 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden, haben jedoch viele Juden Mariupol verlassen.

Schätzungen zufolge hat die jüdische Gemeinde etwa 15 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Die Organisation IFCJ unterstützt jüdische Gemeinden auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion jährlich mit etwa 20 Millionen Euro. ja

Meinung

Ist der neue jüdische Außenminister nur ein Feigenblatt?

Großbritanniens neuer Premier Andy Burnham hat Ed Miliband zum Außenminister ernannt. Dass nun ein jüdischer Politiker für die Nahostpolitik zuständig ist, könnte auch ein Feigenblatt sein

von Michael Thaidigsmann  21.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  19.07.2026 Aktualisiert

USA

Wanderer zwischen Ostküste und Oregon

Howard Rossbach ist eine feste Größe im Weinhandel, liebt Anekdoten und prophezeit seiner schwächelnden Branche trotz allem eine gute Zukunft

von Michael Thaidigsmann  17.07.2026

Justiz

Schweizer Comedian Hamza Raya wegen Rassismus angezeigt

Ein muslimischer Comedian und ein jüdischer Gastronom loten die Grenzen der Satire aus. Nun droht dem einen von beiden eine juristische Auseinandersetzung

von Nicole Dreyfus  15.07.2026

Jahrhundertzeugin

Wie eine Sintiza die Nazizeit überlebte und ihre Heiterkeit rettete

Frieda Daniels ist Hochseilartistin. Sie floh als Sintiza vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Als 93-jährige Zeitzeugin war sie nun in Heidelberg zu Gast. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

von Stefanie Ball  15.07.2026

Verschwörungsmythen

Messi: Im Visier von Antisemiten

Eine NGO, die in den sozialen Medien antisemitische Inhalte aufspürt, berichtet, dass Argentiniens Starspieler immer wieder Ziel von judenfeindlichen Verschwörungsmythen wird

 15.07.2026

New York

Ronald Lauder sucht Nachfolger

Der WJC-Präsident, Unternehmer und Philanthrop wirbt außerdem dafür, dass sich eine neue Generation wohlhabender Juden stärker für jüdisches Leben engagiert – durch Investitionen in Bildung

 15.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  15.07.2026

Schweiz

Die gegen den Hass sprüht

Inna E. fühlt sich dem jüdischen Volk verbunden und macht gegen anti-israelische Graffitis mobil. Wenn die Behörden nicht reagieren, auch mit Farbe

von Peter Bollag  14.07.2026