Frankreich

Netanjahu und Rivlin kondolieren

Die Tür zu Mireille Knolls Wohnung in Paris Foto: dpa

Israels Premier Benjamin Netanjahu hat am Sonntag mit dem Sohn der 85-jährigen Schoa-Überlebenden Mireille Knoll telefoniert, die vor zehn Tagen in ihrer Sozialwohnung im Pariser Osten aus mutmaßlich antisemitischen Motiven ermordet wurde.

»Das Volk Israel und der Staat Israel umarmen dich«, sagte Netanjahu und sprach Daniel Knoll sein Beileid aus. »Die Geschichte deiner lieben Mutter ... erinnert uns daran, dass die Kämpfe unseres Volkes noch bevorstehen.«

Bereits am Freitag hatte Israels Präsident Reuven Rivlin der Familie Knoll per Brief kondoliert. »Im Namen ganz Israels sende ich unser aufrichtiges Beileid«, schrieb er. »Die Tatsache, dass dieser schreckliche Vorfall nur zwei Wochen vor dem Datum stattfand, an dem wir den Holocaust-Gedenktag begehen und um die Opfer trauern, macht den Kummer noch schlimmer.«

ANKLAGE Die Pariser Staatsanwaltschaft hat gegen zwei Personen vorläufige Anklage wegen Mordes aus antisemitischem Motiv erhoben. Als Hauptverdächtiger gilt der vorbestrafte 28-jährige Sohn einer Nachbarin, der häufig in Mireille Knolls Wohnung zu Gast gewesen sein soll. Die vollständigen Namen der beiden festgenommenen Männer haben die Behörden bislang nicht bekannt gegeben.

Wie viele französische Juden kann sich Daniel Knoll eine Zukunft in Frankreich nicht mehr vorstellen. Nach jüngsten Medienmeldungen will er demnächst Alija machen. ja

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026