Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler im zentraltschechischen Brnenec (deutsch Brünnlitz) ist vor einem Jahr ein Museum der jüdischen Überlebenden von dort eröffnet worden. Foto: picture alliance / CTK

Unterstützung aus der Regionalpolitik: Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler im zentraltschechischen Brnenec (deutsch Brünnlitz) ist vor einem Jahr ein Museum der jüdischen Überlebenden von dort eröffnet worden. Nun soll das Museumsprojekt auch Unterstützung von Politikern aus der Region bekommen, wie Radio Prag am Mittwoch berichtete.

Die Fabrik, in der Schindler im Zweiten Weltkrieg rund 1.200 jüdischen Zwangsarbeitern das Leben rettete, gehörte laut Bericht einst der berühmten Brünner Unternehmerfamilie Löw-Beer. Ein Nachkomme der Familie hatte das heruntergekommene Fabrikareal vor einigen Jahren zurückgekauft. Er gründete eine Stiftung, um eine Gedenkstätte einzurichten. Vor kurzem wurde im Museum eine neue Ausstellung über Oskar Schindler und seine Frau Emilie eröffnet.

»Wird noch viel Geld kosten«

Der Sender zitiert David Simek, Senator und Bürgermeister der nahe gelegenen Stadt Svitavy, dem Geburtsort von Oskar Schindler. Im Museum der Überlebenden sagte er, er wolle sich an der Suche nach finanzieller Unterstützung für die Gedenkstätte beteiligen. Denn es werde noch viel Geld kosten, um das Areal für die nächsten Generationen erhalten zu können.

Die Kreisrätin für Tourismus im Kreis Pardubice, Petra Simeckova, sagte demnach, das frühere Fabrikareal berge großes Potenzial nicht nur für den Fremdenverkehr, sondern vor allem auch für die Jugendbildung. »Je mehr Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergeht, desto wichtiger ist es, an seine Schrecken zu erinnern«, so die frühere Lehrerin.

»Ort wird wieder bekannter in der Welt«

Die Vize-Bürgermeisterin der 1.400-Einwohner-Gemeinde Brnenec, Eva Kozakova, erklärte, das Gelände der früheren Schindler-Fabrik habe große Bedeutung für den Ort. Brnenec werde dadurch »nach Jahren wieder bekannter in der Welt«, zitiert Radio Prag.

Die Gemeindeverwaltung sei froh, wenn sie das Projekt der Gedenkstätte irgendwie unterstützen könne; konkret zum Beispiel mit der Errichtung eines Informationszentrums, das man gemeinsam mit dem Museum betreiben könne.

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