Barcelona

Kein Saunazutritt mit Davidstern?

In Barcelona gerieten zwei Jüdinnen und das Personal einer LGBTQ-Sauna aneinander. Foto: picture alliance / Amazing Aerial Agency

Zwei jüdischen US-Amerikanerinnen soll der Zutritt zu einer LGBTQ-Sauna in Barcelona wegen des Tragens einer Davidsternkette verweigert worden zu sein. Darüber berichtet unter anderem die israelische Zeitung »Times of Israel«.

Auf einem von den Frauen aufgenommenen Video des Vorfalls ist zu sehen, wie mutmaßliche Mitarbeiterinnen der Einrichtung die beiden Frauen am Eingang abweisen. Eine der Angestellten sagt demnach: »Es geht nicht darum, ob Sie jüdisch sind, sondern ob Sie Zionistin sind.« Darauf antwortet eine der Betroffenen: »Das ist im Grunde dasselbe.«

Eine weitere Frau fordert das Paar mit den Worten »Free Palestine, please leave« zum Verlassen des Geländes auf.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die beiden Frauen, die Medienberichten zufolge in Barcelona leben, erklärten anschließend gegenüber Umstehenden, ihnen sei wegen des getragenen Davidsterns und der Frage nach ihrer Haltung zum Zionismus der Zutritt verweigert worden. Mehrere Personen beobachteten den Vorfall, griffen jedoch nicht ein.

Lesen Sie auch

Die jüdische Gemeinde der katalanischen Metropole verurteilte den Vorfall: »Kein Bürger in Barcelona oder Katalonien sollte wegen seiner Religion, Herkunft oder Identität ausgeschlossen werden.«, schrieb die Gemeinde auf X. »Wir können diese Realität weder normalisieren noch tolerieren. Sie ist inakzeptabel.«

Wie die US-Zeitung »New York Post« berichtet, haben die Betroffenen Anzeige bei den zuständigen Behörden erstattet. Eine Stellungnahme der betroffenen Einrichtung lag zunächst nicht vor. ja

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026

Österreich

»Die schönste Synagoge der Welt«

Nach aufwendiger Renovierung wurde der Wiener Stadttempel feierlich wiedereröffnet

von Stefan Schocher  08.10.2026

Miami

Tage wie Zwiebeln, Tage wie Honig

Zwei Überlebende des Nova Festivals haben drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 über den Tag gesprochen, der alles veränderte

von Katrin Richter  08.10.2026

7. Oktober

London: Maskierte Aktivisten protestieren gegen jüdischen Dachverband

Antiisraelische Aktivisten haben den Jahrestag des 7. Oktober 2023 zum Anlass genommen, das Board of Deputies of British Jews verbal anzugreifen. Es gab mehrere Festnahmen

 07.10.2026

Top 50

Die einflussreichsten Juden

Wie in jedem Jahr hat die »Jerusalem Post« ihr Ranking veröffentlicht – mit mehr Frauen und Gruppenplätzen

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Meinung

Seht her, Berlin und New York: Es geht auch anders

Gerade am 7. Oktober wäre von linker Seite mehr Feingefühl zu erwarten. Zürich zeigt es diesmal vor.

von Nicole Dreyfus  07.10.2026

Fußball

Boykott gegen Israel – schließt sich das Schweizer Frauennationalteam den irischen Männern an?

Der Schweizerische Fußballverband reagierte offen, betonte jedoch, dass der Sport im Zentrum stehen solle

von Nicole Dreyfus  07.10.2026

Schweiz

Leerstellen im Mengele-Dossier

Nicht nur geschwärzte Namen sorgen im Mengele-Dossier des Nachrichtendienstes für Fragen. Auch wichtige Unterlagen fehlen – und niemand kann heute mehr genau erklären, warum.

von Nicole Dreyfus  06.10.2026

Großbritannien

»Die Grünen sind jetzt eine extremistische Partei«

Ein Parteitagsbeschluss der englischen Grünen, in dem der Zionismus als eine Spielart des Rassismus bezeichnet und zur Befreiung Palästinas aufgerufen wird, ist nicht nur in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen

 05.10.2026