Ein leitender Datenwissenschaftler der BBC, der als israelfeindlicher Aktivist auftritt, hat Israel mehrfach »Apartheid« vorgeworfen und wurde vor Jahren wegen des Besitzes eines Al-Qaida-Trainingshandbuchs festgenommen. Das berichtet der britische »Telegraph«.
Der in Algerien geborene Hicham Yezza arbeitet demnach seit 2021 für den öffentlich-rechtlichen Sender, zunächst als Experte für den Nahen Osten und Nordafrika. Laut seinem LinkedIn-Profil ist er inzwischen leitender Datenwissenschaftler in der BBC-Abteilung für verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz. Bis vor wenigen Tagen wurde er dem »Telegraph« zufolge zudem als Chefredakteur des propalästinensischen »Ceasefire Magazine« geführt, das er 2003 mitgegründet hatte.
2008 wurde Yezza dem Bericht zufolge wegen des Al-Qaida-Handbuchs festgenommen, aber nicht angeklagt, weil er angab, es für akademische Forschung über militanten Islamismus zu nutzen. Im Jahr darauf kam er laut »Telegraph« wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht in Haft. Nach seiner Entlassung wurde er nicht abgeschoben, heute ist er britischer Staatsbürger.
Vorwürfe gegen Israel in sozialen Medien
In sozialen Medien griff Yezza Israel wiederholt scharf an. 2021 schrieb er auf X von einer jahrzehntelangen rassistischen »Apartheid«-Besatzung und Brutalisierung der Palästinenser. 2014 teilte er einen Artikel von Al Jazeera, der Israel einen systematischen Völkermord vorwarf. Zudem verteidigte er den früheren Labour-Chef Jeremy Corbyn, dem wiederholt Antisemitismus vorgeworfen worden war.
Die BBC erklärte gegenüber dem »Telegraph«, man äußere sich normalerweise nicht zu einzelnen Personen, nichts davon scheine jedoch mit Yezzas Zeit beim Sender zusammenzuhängen. Er sei fälschlicherweise noch als Chefredakteur des von ihm gegründeten Magazins geführt worden, das er nach Angaben der BBC vor seinem Eintritt in den Sender verlassen habe. ja