Italien

Jüdisches Museum und Kolosseum planen Kooperation

Kolosseum in Rom Foto: Thinkstock

Das italienische Jüdische Nationalmuseum in Ferrara und der Archäologische Park des Kolosseum in Rom wollen in Forschung und Ausstellungen zusammenarbeiten. Im Brennpunkt steht die jüdische Geschichte ab der Zerstörung Jerusalems durch römische Truppen.

Ein entsprechendes Abkommen soll am Montag im antiken Senatsgebäude des Forum Romanum unterzeichnet werden, wie das italienische Kulturministerium in Rom mitteilte.

Symbolische Anknüpfungspunkte für die Kooperation sind nach Angaben des Archäologischen Parks der Titusbogen, Friedenstempel und das Kolosseum, die mit Mitteln aus der Jerusalemer Kriegsbeute und unter Einsatz jüdischer Zwangsarbeiter errichtet wurden.

Ein entsprechendes Abkommen soll am Montag im antiken Senatsgebäude des Forum Romanum unterzeichnet werden.

Der Titusbogen erinnert mit einem Relief des römischen Triumphzuges an den Sieg über die jüdischen Aufständischen. Bekannt ist die Darstellung durch die Menora.

Die erst vor kurzem freigelegte Kultaula des Friedenstempels an der Via dei Fori Imperiali ist der letzte bekannte Aufstellungsort des legendären goldenen Leuchters. Die Menora wurde dort zusammen mit anderen Schätzen als Zeichen der Unterwerfung Jerusalems gezeigt. Sie gilt heute als verschollen.  kna

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Ungarn

Ein Löffel Paprika, eine Prise Identität

Lili Lantos präsentiert auf Instagram ihr digitales Kochbuch mit jüdischen Familienrezepten. Dabei schafft sie Nähe, ohne viele Worte zu verlieren

von Nicole Dreyfus  05.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026

Schweiz

Zürcher Attentäter schweigt vor Gericht

Der 17-jährige Angeklagte, der am 2. März 2024 in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann fast tötete, verweigert vor Gericht jede Aussage. Ihm droht wegen mehrfachen versuchten Mordes die höchstmögliche Jugendstrafe von einem Jahr Freiheitsentzug.

von Nicole Dreyfus  02.07.2026

USA

Es war einmal ein »Reich der Güte«

Vor 250 Jahren wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Aus jüdischer Perspektive war die Entstehung der Neuen Welt auch der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte

von Paul Bentin  02.07.2026

Großbritannien

Oberrabbiner Mirvis fordert, den Ruf »Tod der IDF« unter Strafe zu stellen

Oberrabbiner Mirvis hat die Politik seines Landes zu einem schärferen juristischen Vorgehen gegen anti-israelische und antisemitische Hassrede aufgefordert

 01.07.2026

Proteste gegen Kushner-Projekt

Ein Land sieht pink: Albaniens Flamingo-Revolution ist nicht zu stoppen

Flamingos überall - und kein Ende in Sicht: EU-Beitrittskandidat Albanien ist fest im Griff einer Protestwelle. Fällt die Regierung unter der pinken Revolution?

von Markus Schönherr  30.06.2026