Belgien

IS droht mit Anschlägen auf Synagogen und Kirchen

Polizeiabsperrung nach dem Terroranschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel am 24. Mai 2014 Foto: picture alliance / dpa

Der »Islamische Staat« (IS) hat am Donnerstag zu Anschlägen gegen Ziele in Belgien aufgerufen. Man richte die »Pfeile der Aufwiegelung« nun gegen westeuropäische Land, in dem es von Flüchtlingen nur so wimmele, hieß es im Newsletter »Al-Naba«, den die Terrortruppe jede Woche in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Den muslimischen Flüchtlingen rufe man zu: »Ist es nicht an der Zeit, (…) den göttlichen Befehlen zu folgen, die Juden und Christen zu bekämpfen, die in eurer Mitte auf jeder Straße sind, mit euren Atemzügen und ihren Atemzügen sich vermischend und euer Feuer und ihr Feuer einander sehend? Ihre Synagogen und Kirchen liegen vor euch. Also eilt, ergreift die Initiative und nutzt die Gelegenheit, denn noch ist Feiertagszeit, und der Markt des Paradieses ist geöffnet.«

Den Anschlag auf Juden im australischen Sydney hat der IS hingegen nicht für sich reklamiert, auch wenn die beiden Attentäter offenbar der Terrororganisation nahestanden.

Lesen Sie auch

Belgiens Koordinierungsstelle für die Analyse der Bedrohungslage (OCAM) bestätigte am Donnerstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur »Belga«, dass die zuständigen Dienste die Lage aufmerksam verfolgten. Derzeit gebe es jedoch keine Anzeichen für eine konkrete Bedrohung in Belgien.

Nach Anschlägen komme es häufig vor, dass zu weiteren Attacken an anderen Orten aufgerufen werde, sagte OCAM-Sprecher Steve Charlier. »Aber diesen Aufrufen folgen selten Taten.« Allerdings bezeichnete er es als außergewöhnlich, dass Belgien namentlich als Ziel genannt worden sei.

In Belgien wurden im März 2016 zwei schwere dschihadistische Terrorattacken verübt, bei denen insgesamt 33 Menschen starben und 300 verletzt wurden. Bereits im Mai 2014 stürmte ein islamistischer Terrorist das Jüdische Museum in Brüssel und ermordete vier Menschen. mth

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Niederlande

»Juden ins Gas«-Rufe nach Marokkos WM-Niederlage

In Den Haag kam es in der Nacht zu Ausschreitungen und antisemitischen Sprechchören

 10.07.2026

Einzelbild, Single image: Erling Haaland Norway, 9 FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026: Brazil v Norway 05 July 2026, FIFA World Cup 2026: Brazil v Norway Round of 16 at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA. *** Single image: Erling Haaland, Norway FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, July 5, 2026 FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, Round of 16, at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA Copyright: HMBxMedia/xMarcoxBader

Verschwörungsmythen

Norwegens WM-Star Erling Haaland im Visier von Antisemiten

Samstagabend spielt der Angreifer von Manchester City mit Norwegen gegen England. Die ehemalige Hamas-Geisel Omer Shem Tov wird ihm dabei die Daumen drücken. Israelfeinden gefällt das nicht.

von Elke Wittich  10.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Brüssel

Autorinnen canceln Auftritt wegen geplantem Konzert von Lahav Shani

Die Kontroverse um den Auftritt der Münchner Philharmoniker unter Leitung ihres israelischen Chefdirigenten hält an: Zwei Französinnen verkündeten nun, dass sie nicht wie geplant im Brüsseler Bozar auftreten wollen

 09.07.2026

USA

Aus dem »Deep Shtetl« zur »New York Times«

Yair Rosenberg soll es richten. Der Journalist schreibt fortan über jüdisches Leben und Antisemitismus in den Vereinigten Staaten

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Nachruf

Louise Lasser, die Frau, die Mary Hartman erfand, ist tot

Die Schauspielerin vertrat Barbra Streisand auf dem Broadway und war mit Woody Allen verheiratet. Sie wurde 87 Jahre alt

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026