Umfrage

Immer mehr Juden in den USA werden bedroht

Sicherheitsmaßahmen vor der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh (2018): Juden in den USA fühlten sich heute weniger sicher als noch vor einem Jahrzehnt. Foto: imago/ZUMA Press

Rund 60 Prozent der Juden in den USA sind nach eigenen Angaben schon antisemitisch beleidigt oder bedroht worden. Das ist eine Steigerung um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die »Anti-Defamation League« (ADL) am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.

Laut einer aktuellen Umfrage von »YouGov« berichten 36 Prozent der Befragten von antisemitischen Anfeindungen im Internet, vor allem über Facebook. Fast jeder zehnte US-Jude gibt demnach an, in den letzten fünf Jahren auch körperlich angegriffen worden zu sein.

Juden in den USA fühlten sich heute weniger sicher als noch vor einem Jahrzehnt, erklärte der ADL-Vorsitzende Jonathan Greenblatt. Fast sechs von zehn Juden in den USA geben dies der Umfrage zufolge an.

Er erinnerte dabei unter anderem an die Schusswaffen-Attacke auf eine Synagoge in Pittsburgh, bei der 2018 elf Menschen starben, und den Anschlag auf die Synagoge im kalifornischen Poway 2019 mit einem Todesopfer und drei Verletzten. kna

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