Umfrage

Immer mehr Juden in den USA werden bedroht

Sicherheitsmaßahmen vor der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh (2018): Juden in den USA fühlten sich heute weniger sicher als noch vor einem Jahrzehnt. Foto: imago/ZUMA Press

Rund 60 Prozent der Juden in den USA sind nach eigenen Angaben schon antisemitisch beleidigt oder bedroht worden. Das ist eine Steigerung um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die »Anti-Defamation League« (ADL) am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.

Laut einer aktuellen Umfrage von »YouGov« berichten 36 Prozent der Befragten von antisemitischen Anfeindungen im Internet, vor allem über Facebook. Fast jeder zehnte US-Jude gibt demnach an, in den letzten fünf Jahren auch körperlich angegriffen worden zu sein.

Juden in den USA fühlten sich heute weniger sicher als noch vor einem Jahrzehnt, erklärte der ADL-Vorsitzende Jonathan Greenblatt. Fast sechs von zehn Juden in den USA geben dies der Umfrage zufolge an.

Er erinnerte dabei unter anderem an die Schusswaffen-Attacke auf eine Synagoge in Pittsburgh, bei der 2018 elf Menschen starben, und den Anschlag auf die Synagoge im kalifornischen Poway 2019 mit einem Todesopfer und drei Verletzten. kna

Großbritannien

Hoffen auf ein Wunder

Eine der letzten Synagogen des Londoner East End könnte trotz aller Rettungsversuche zu einer Moschee werden

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  22.02.2026

Nachruf

»Grey’s Anatomy«-Star Eric Dane im Alter von 53 Jahren gestorben

Nach Angaben seiner Familie erlag er Komplikationen infolge seiner ALS-Erkrankung

 20.02.2026

Meinung

Königliches Versagen im Kulturbetrieb

Das renommierte Reina-Sofía-Museum in Madrid setzt eine Schoa-Überlebende vor die Tür. Die Existenz des Juden wird zur Provokation, die Befindlichkeit des Antisemiten zum schützenswerten Gut. Spanien ist verloren!

von Louis Lewitan  19.02.2026

Pilot Adam Edelman (links) und Bremser Menachem Chen auch Israel, was noch keinem israelischem Bob-Team vor ihnen gelang: eine Olympia-Qualifikation ohne Trainer

Winterspiele

RTS entschuldigt sich für Olympia-Kommentar

Ein Live-Kommentar über den israelischen Bobfahrer Adam Edelman sorgte für Empörung – nun entschuldigt sich RTS und spricht von einem »unangemessenen Format«

von Nicole Dreyfus  19.02.2026

Belarus

Die Kushner-Karte

Alexander Lukaschenko sucht die Nähe zu den USA und gibt sich philosemitisch

von Alexander Friedman  18.02.2026

Antisemitismus

In Andorra wird zum Karneval eine Israel-Puppe hingerichtet

In dem kleinen Fürstentum in den Pyrenäen wurde beim Karneval einer Puppe mit Davidstern der Prozess gemacht - die jüdische Gemeinschaft ist empört

 18.02.2026

Meinung

Eklat im Schweizer öffentlich-rechtlichen: Das RTS und der Israelhass

Der eigentliche Skandal ist die Rechtfertigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Rundfunkanstalt sollte ihre publizistischen Leitlinien immer einhalten und auch bei Israel keine Ausnahme machen.

von Nicole Dreyfus  17.02.2026

Der israelische Bobfahrer Adam Edelman nimmt die Hasstiraden gegen seine Person gelassen und will sich auf den Wettkampf konzentieren.

Olympische Winterspiele

Sender verteidigt »Genozid«-Kommentar, nimmt ihn aber offline

Die politischen Einordnungen eines Schweizer TV-Kommentators bei der Abfahrt des israelischen Bobfahrers Adam Edelman sorgen für Debatten. Der Sender verteidigt sich, der Sportler sieht es gelassen

 17.02.2026

Brüssel

Streit um Beschneider: US-Botschafter nennt Belgien »antisemitisch«

In mehreren X-Posts griff Bill White die belgische Regierung scharf an, die wiederum sich die Einmischung verbat. Hintergrund ist ein Strafverfahren gegen drei Mohelim in Antwerpen

von Michael Thaidigsmann  17.02.2026