Dänemark

Festnahmen nach Schändung von jüdischen Gräbern

Die Vorfälle waren der Polizei am Jahrestag der Pogromnacht gemeldet worden. Foto: imago images/Ritzau Scanpix

Nach der Schändung Dutzender Gräber auf einem jüdischen Friedhof in Dänemark sind zwei Männer festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, insgesamt 84 Grabsteine mit grüner Farbe beschmiert und einige davon umgestoßen zu haben, wie die Polizei der Region Ostjütland am Mittwoch mitteilte.

haftrichter Die 27 und 38 Jahre alten Männer werden demnach unter anderem auch beschuldigt, die Taten wegen der Religion einer bestimmten Bevölkerungsgruppe verübt zu haben. Sie sollten noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft fordert Untersuchungshaft gegen die beiden.

Der Friedhof in der westdänischen Stadt Randers stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Vorfälle waren der Polizei am Samstag, dem Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938, gemeldet worden. In den Folgetagen waren weitere Fälle von Vandalismus in anderen Teilen Dänemarks sowie in den weiteren skandinavischen Ländern Norwegen und Schweden bekannt geworden.  dpa

Fußball

Als Bayern gegen Prag verlor

Vor 125 Jahren traf der FC Bayern bei seinem ersten Auslandsspiel auf den legendären DFC Prag – und unterlag 0:8. Nach dessen Auflösung 1938 geriet der jüdische Verein fast in Vergessenheit, doch seit einigen Jahren wird er von Enthusiasten wiederbelebt

von Kilian Kirchgeßner  11.01.2026

Sport

»Absoluter Holocaust«: Fußball-Kommentator sorgt für Eklat

Der Ex-Torwart Shay Given hat die Amtszeit des Trainers Wilfried Nancy bei Celtic Glasgow mit dem industriellen Massenmord der Nationalsozialisten verglichen

 11.01.2026

Belgien

Außerhalb des Völkerrechts

Die belgische Regierung verweigert einer Staatsangehörigen die konsularische Betreuung, weil sie in einer von Brüssel nicht anerkannten israelischen Siedlung lebt

 09.01.2026

Alija

Sprunghafter Anstieg: Mehr Juden sagen Frankreich Adieu

2025 hat sich die Zahl der jüdischen Auswanderer nach Israel fast verdoppelt. Experten machen dafür vor allem den wachsenden Antisemitismus verantwortlich

 08.01.2026

Los Angeles

Sega-Mitgründer David Rosen im Alter von 95 Jahren gestorben

Der Unternehmer aus New York ging in den 1950ern nach Japan und importierte Fotoautomaten. Später folgten Flipper-Automaten und Jukeboxen

 08.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Interview

»Die ICZ gehört zu mir – und ich gehöre zu ihr«

Sie will Brücken bauen, ohne den Rahmen zu sprengen. Die neu gewählte ICZ-Präsidentin Noëmi van Gelder spricht über Tradition und Offenheit, über Sicherheit in bewegten Zeiten – und darüber, wie jüdisches Leben in Zürich sichtbar, stark und gemeinschaftlich bleiben kann

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 07.01.2026

Venezuela

Kraft für den Neuanfang?

Trotz der spektakulären Festnahme des Diktators Nicolás Maduro durch die USA blickt die jüdische Gemeinde des Landes in eine ungewisse Zukunft

von Michael Thaidigsmann  07.01.2026