Tunesien

Festnahmen nach Anschlag auf Synagoge in Djerba

El Ghriba-Synagoe in Djerba Foto: dpa

Die tunesische Polizei hat fünf Männer festgenommen, die an dem Brandbombenanschlag am 9. Januar auf eine historische Synagoge in Djerba beteiligt gewesen sein sollen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf die Nachrichtenwebseite »Kapitalis«. Keiner der Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren soll den Berichten zufolge vorbestraft sein.

Der Brandkörper, der auf die El Ghriba-Synagoge auf der tunesischen Insel Djerba geschleudert worden war, beschädigte das Gebäude; niemand wurde verletzt. Das tunesische Innenministerium teilte laut der israelischen Online-Zeitung »ynet« mit, die Tat sei nicht religiös motiviert gewesen. Der Anschlag sei ein Versuch, im Zusammenhang mit Protesten gegen die Regierung im ganzen Land »Chaos zu stiften«.

Anschlag 2002 Die jüdische Gemeinde in Djerba zählt laut JTA mehrere Hundert Mitglieder. Ihre Institutionen werden streng bewacht. Im April 2002 hatten Terroristen bei einem Autobombenanschlag in der Nähe der El Ghriba-Synagoge 21 Menschen getötet. Die Täter hatten einen Lastwagen, der mit 5000 Litern Flüssiggas beladen war, gegen die Synagoge gesteuert. Wenige Wochen nach dem Anschlag hatte sich die islamistische Terrororganisation Al Qaida zu der Tat bekannt. ag

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026 Aktualisiert

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026

Österreich

»Die schönste Synagoge der Welt«

Nach aufwendiger Renovierung wurde der Wiener Stadttempel feierlich wiedereröffnet

von Stefan Schocher  08.10.2026

Miami

Tage wie Zwiebeln, Tage wie Honig

Zwei Überlebende des Nova Festivals haben drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 über den Tag gesprochen, der alles veränderte

von Katrin Richter  08.10.2026

7. Oktober

London: Maskierte Aktivisten protestieren gegen jüdischen Dachverband

Antiisraelische Aktivisten haben den Jahrestag des 7. Oktober 2023 zum Anlass genommen, das Board of Deputies of British Jews verbal anzugreifen. Es gab mehrere Festnahmen

 07.10.2026

Top 50

Die einflussreichsten Juden

Wie in jedem Jahr hat die »Jerusalem Post« ihr Ranking veröffentlicht – mit mehr Frauen und Gruppenplätzen

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026