USA

Corona-Hilfsfonds für jüdische Institutionen

Jüdische Gemeinden in den USA bieten während der Corona-Krise regelmäßig Solidaritätsaktionen für das medizinischen Personal der Krankenhäuser an. Foto: imago

Ein groß angelegter Corona-Hilfsfond soll jüdischen Institutionen und Organisationen ab kommendem Monat finanziell unter die Arme greifen. Das teilten die Organisatoren, ein Verbund aus jüdischen Wohlfahrtsorganisationen, laut einem Bericht der »Jewish Telegraphic Agency« (JTA) mit.

VOLUMEN Zur Verfügung stehen demnach 91 Millionen Dollar (umgerechnet knapp 84 Millionen Euro). Aus dem Fonds sollen sowohl zinslose Darlehen gewährt werden als auch Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Laut dem Bericht können sich nur diejenigen jüdischen Institutionen und Organisationen um Unterstützung bewerben, die dazu aufgefordert werden.

Aus dem Fonds sollen sowohl zinslose Darlehen gewährt werden als auch Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Der Fonds war vor drei Wochen von sieben großen jüdischen Wohlfahrtsorganisationen und der Jewish Federations of North America ins Leben gerufen worden. Er gilt als die größte kollektive jüdische Initiative zur Eindämmung der Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie in den USA.

PRIORITÄT Shira Hutt, Chief of Staff der Jewish Federations of North America, sagte laut JTA, Priorität bei der Förderung hätten Synagogen, Schulen, Camps, Gemeindezentren und Hillel-Zentren in Universitäten. Zudem könnten sich andere jüdische Organisationen bewerben, die landesweit agieren.

Doch trotz seines beachtlichen Volumens wird der Fonds nicht ausreichen. Einige jüdische Organisationen haben zusätzlich Einzelfonds für lokale Einrichtungen aufgelegt. Auch von der US-Regierung kam Unterstützung, die aber den Gesamtbedarf nicht abdeckte. ag

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Ungarn

Ein Löffel Paprika, eine Prise Identität

Lili Lantos präsentiert auf Instagram ihr digitales Kochbuch mit jüdischen Familienrezepten. Dabei schafft sie Nähe, ohne viele Worte zu verlieren

von Nicole Dreyfus  05.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026

Schweiz

Zürcher Attentäter schweigt vor Gericht

Der 17-jährige Angeklagte, der am 2. März 2024 in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann fast tötete, verweigert vor Gericht jede Aussage. Ihm droht wegen mehrfachen versuchten Mordes die höchstmögliche Jugendstrafe von einem Jahr Freiheitsentzug.

von Nicole Dreyfus  02.07.2026

USA

Es war einmal ein »Reich der Güte«

Vor 250 Jahren wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Aus jüdischer Perspektive war die Entstehung der Neuen Welt auch der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte

von Paul Bentin  02.07.2026

Großbritannien

Oberrabbiner Mirvis fordert, den Ruf »Tod der IDF« unter Strafe zu stellen

Oberrabbiner Mirvis hat die Politik seines Landes zu einem schärferen juristischen Vorgehen gegen anti-israelische und antisemitische Hassrede aufgefordert

 01.07.2026

Proteste gegen Kushner-Projekt

Ein Land sieht pink: Albaniens Flamingo-Revolution ist nicht zu stoppen

Flamingos überall - und kein Ende in Sicht: EU-Beitrittskandidat Albanien ist fest im Griff einer Protestwelle. Fällt die Regierung unter der pinken Revolution?

von Markus Schönherr  30.06.2026