Polen

Auschwitz-Gedenken ohne Russland

Feier zum 77. Jahrestag der Befreiung des Nazi-Todeslagers Auschwitz durch die Rote Armee, 27. Januar 2022 Foto: imago images/NurPhoto

Wegen des Krieges in der Ukraine wird Russland von der bevorstehenden Feier zum 78. Jahrestag der Befreiung des Nazi-Todeslagers Auschwitz durch die Rote Armee ausgeschlossen. Dies teilte das Auschwitz-Museum am Mittwoch mit.

Angesichts der Aggression gegen die Ukraine seien Vertreter der Russischen Föderation nicht zur diesjährigen Gedenkfeier eingeladen worden, sagte Museumssprecher Piotr Sawicki der Nachrichtenagentur AFP. Bisher hat Russland jedes Jahr am 27. Januar an der Gedenkfeier teilgenommen, üblicherweise sprach der russische Delegierte bei der Zeremonie.

BOTSCHAFTER Der Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, sagte, es sei offensichtlich, dass er im aktuellen Kontext »keinen einladenden Brief an den russischen Botschafter unterschreiben« könne. »Ich hoffe, das wird sich in Zukunft ändern, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns.« Russland werde nach diesem Konflikt »eine extrem lange Zeit und eine sehr tiefe Selbstprüfung brauchen, um zu den Treffen der zivilisierten Welt zurückzukehren«. ja

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026

Bonn/Berlin

»Habt keine Angst«: Zeitzeuge Marian Turski vor 100 Jahren geboren

Er gehörte zu den bekanntesten Schoa-Überlebenden. Seine Worte ermutigen viele Menschen auch über seinen Tod im Jahr 2025 hinaus. Zum 100. Geburtstag blickt ein Freund Turskis auf die Zukunft des Erinnerns

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Albanien

Flamingos gegen Kushner

In Tirana wächst der Widerstand gegen einen Inselverkauf. Präsident Edi Rama wirft den Demonstranten Antisemitismus vor. Zu Recht?

von Adelheid Wölfl  16.06.2026

Großbritannien

Einstufung von Palestine Action als Terrorgruppe ist rechtens

Ein Berufungsgericht in London hat der Regierung von Premier Keir Starmer Recht gegeben und das Verbot der militant antiisraelischen Gruppierung bestätigt

 15.06.2026