Frankreich

Antisemitischer Angriff in Pariser Vorort

Es ist der zweite Angriff innerhalb eines Monats im Pariser Vorort Sarcelles. Foto: imago

Die französische Polizei untersucht einen Angriff auf einen Jungen in einem Pariser Vorort. Wie französische Medien berichteten, sollen zwei etwa 15-jährige Jungen einen Achtjährigen, der eine Kippa trug, am Dienstag in der Stadt Sarcelles zu Boden geworfen und geschlagen haben. Danach seien sie weggerannt. Der Junge war auf dem Weg zu einer Nachhilfestunde.

Frankreichs Innenminister Gerard Collomb erklärte am Dienstag, die Ermittler vermuten als Tatmotiv Antisemitismus. Es werde »alles« unternommen, um die Täter zu identifizieren.

Abscheu Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Tat als »abscheulich« und twitterte: »Jedes Mal, wenn ein Bürger wegen seines Alters, seines Aussehens oder seiner Religion angegriffen wird, wird die ganze Nation angegriffen.«

Es ist der zweite Angriff innerhalb eines Monats. Am 10. Januar wurde eine 15-Jährige in Sarcelles attackiert. Sie war als Jüdin zu erkennen, da sie die Uniform einer jüdischen Schule trug. ja

Pro & Contra

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Ja, sagt Jessie Katz: »Sie anzunehmen sollte schon nur aus dem Grund, um die Sicherheit für die jüdische Bevölkerung zu verbessern.« Nein, findet Zsolt Balkanyi-Guery: »Ein Einwanderungsstopp verspricht nur vordergründig Sicherheit und ist für jüdische Menschen keine Antwort auf die tatsächlichen Herausforderungen des Antisemitismus.«

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