Israel

Wechsel an der Spitze des Mossad

Mossad-Chef Yossi Cohen Foto: Flash 90

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad bekommt einen neuen Chef. David Barnea, bisher stellvertretender Leiter der Organisation, löst am 1. Juni den derzeitigen Mossad-Chef Yossi Cohen ab, wie Israels Ministerpräsident via Twitter bestätigte

Ernennung Barnea verbrachte fast die gesamte Zeit seiner Laufbahn beim Mossad in der Abteilung für Agentenanwerbung, die er zuletzt leitete. Seit 2018 ist er Cohens Stellvertreter. Der bisherige Chef führt den Mossad seit fünf Jahren. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte über die Ernennung bereits am 15. Dezember des Vorjahres entschieden. Sie unterlag zunächst der Geheimhaltung.

Offiziell heißt der Mossad »Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben«, er gilt als schlagkräftiger Geheimdienst. Dem Dienst werden spektakuläre Aktionen zugeschrieben, immer wieder gab es jedoch auch Kritik an seiner Vorgehensweise. Mossad-Agenten waren unter anderem an der Entführung des deutschen NS-Verbrechers Adolf Eichmann im Mai 1960 von Argentinien nach Israel beteiligt. dpa

Jerusalem

Mossad-Chef: Einsatz gegen Iran erst mit Machtwechsel beendet

»Unsere Mission ist noch nicht beendet«, sagt David Barnea

 15.04.2026

Diplomatie

Prosor kritisiert israelischen Minister wegen Merz-Schelte

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dem Bundeskanzler nach dessen Kritik an der Siedlungspolitik vorgeworfen, Juden vorschreiben zu wollen, wo sie leben sollen

 14.04.2026

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Fortsetzung des Krieges gegen Hisbollah

Befragt wurden Bürger auch zu den Streitkräften und der Regierung von Benjamin Netanjahu

 14.04.2026

Nahost

Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Beirut und Jerusalem direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

von Amira Rajab, Cindy Riechau  14.04.2026

Ramallah

Fatah-Funktionär bietet Terror-Häftlingen Entscheiderrollen an

Tayseer Nasrallah spricht von einer »echten und ernsthaften Vertretung der palästinensischen Gefangenen«. Dabei handelt es sich auch um Täter, die wegen tödlicher Terroranschläge gegen Israelis verurteilt wurden

 14.04.2026

Jom Haschoa

Erinnerungen im Wohnzimmer

Am Holocaustgedenktag kommen in Israel Menschen bei »Sikaron Ba‘Salon« zusammen, um Überlebenden zuzuhören

von Sabine Brandes  14.04.2026

Automatisierter Handel

»Geistiger Schaden«: Bnei Brak will Verkaufsautomaten nachts schließen

Stadtrat Rabbiner Ze’ev Lipschitz, der die Änderung eingebracht hatte, spricht von ökologischen, körperlichen und vor allem »spirituellen« Schäden durch Automaten

 14.04.2026

Jerusalem

Israel begeht den Jom Haschoa im Zeichen des Krieges – Netanjahu kritisiert Europa

Der Kontinent leide an »tiefer moralischer Schwäche«, sagt der Ministerpräsident

 14.04.2026

Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu

Kurz vor direkten Gesprächen von israelischen und libanesischen Vertretern greifen zwei deutsche Regierungsmitglieder zum Telefonhörer. Wer mit wem spricht und wie Berlin auf die Gespräche blickt

 13.04.2026