USAID

US-Behörde erhebt Terrorvorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter

Seit Januar 2025 ist es dem Hilfswerk gesetzlich verboten, auf israelischem Grund tätig zu werden. Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Die US-Entwicklungsbehörde USAID empfiehlt die Sanktionen gegen weitere 101 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des UN-Palästinahilfswerks UNRWA im Gazastreifen. Sie sollen nach einer Untersuchung des Generalinspektors der US-Behörde in Verbindung mit dem militärischen Flügel der Hamas stehen und an Massakern des 7. Oktober beteiligt gewesen sein. US-Medien berichteten am Montag über den Vorgang.

Laut Informationen des USAID-Generalinspekteurs, die am Freitag veröffentlicht worden waren, gehören Schulleiter, Lehrer, Sicherheitspersonal, Betreuer, psychosoziale Berater und medizinisches Fachpersonal zu den Beschuldigten, deren Namen an das US-Außenministerium gegeben wurden. Sie sollen suspendiert oder für zehn Jahre von der Teilnahme an US-finanzierten Hilfsprogrammen ausgeschlossen werden, so die Empfehlung.

Es sei »leider keine Überraschung, dass weitere 100 UNRWA-Mitarbeiter als an dem barbarischen Angriff vom 7. Oktober beteiligt identifiziert wurden«, zitierte die US-amerikanische jüdische Nachrichtenagentur JNS den Sprecher des Außenministeriums, Tommy Pigott. Dieser erklärte, US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio hielten an der Anweisung fest, keine Mittel an die »vollständig von der Hamas und Terrorismus-Sympathisanten unterwanderte« UNRWA fließen zu lassen.

Vorwürfe sind nicht neu

Auch Israel hatte UNRWA vorgeworfen, mehrere der rund 13.000 Mitarbeiter im Gazastreifen seien an den Angriffen der Hamas vom 7. Oktober beteiligt gewesen. Eine unabhängige Untersuchung des Hilfswerks hatte hingegen keine Anhaltspunkte für die Beteiligung von Mitarbeitern an den Hamas-Angriffen benannt und Israel aufgefordert, Beweise vorzulegen.

UN-Generalsekretär António Guterres würdigte am Montag bei einem Gedenken für UN-Angehörige, die im vergangenen Jahr im Dienst ums Leben kamen, ausdrücklich getötete UNWRA-Mitarbeiter im Gazastreifen.

UNRWA unterstützt laut eigenen Angaben rund 5,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge im Libanon, in Syrien und Jordanien sowie im Westjordanland und Gaza. Seit Januar 2025 ist es dem Hilfswerk gesetzlich verboten, auf israelischem Grund tätig zu werden.

Jerusalem

Bericht enthüllt Verbindungen zwischen Palästina-Aktivisten und Terroristen

Das israelische Diaspora-Ministerium hat eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigen soll, wie israelfeindliche Aktivisten aus den USA die Nähe zu Terrororganisationen suchen

 04.08.2026

Rom

Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom

Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah halten an. Doch gleichzeitig gehen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Worum geht es dabei?

 04.08.2026

Gaza

Israel lehnt Abzug vor Entwaffnung der Hamas ab

Der vorgesehene israelische Truppenabzug und die Entwaffnung der Hamas sollen offenbar doch nicht parallel erfolgen. Das Board of Peace verändert die Bedingungen

 04.08.2026

Jerusalem

Herzog empfängt neuen deutschen Botschafter

Alexander Graf Lambsdorff hat die Nachfolge von Steffen Seibert als Botschafter in Israel offiziell angetreten. Jetzt war der neue Vertreter Deutschlands beim Präsidenten - dieser sprach dabei auch von »besonderen Beziehungen«

 04.08.2026

Israel

Sie wurde auf dem Nova-Festival ermordet: Junger Israeli tot am Grab seiner besten Freundin aufgefunden

»Auch die Freunde der Ermordeten sind Opfer dieser Tragödie«, sagt die Familie von Bar Bechor Asraf.

 04.08.2026

Israel

Präsident Herzog lobt Gaza-Friedensplan

In der israelischen Regierung gibt es Vorbehalte gegen den von US-Präsident Donald Trump entwickelten Plan. Das Staatsoberhaupt ist optimistischer

 03.08.2026

Jerusalem

Netanjahus Kehrtwende im Wahlkampf

Premier Netanjahu will sich offenbar von den Haredim distanzieren, um gemäßigte Likud-Wähler zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  03.08.2026

Luftfahrt

Condor nimmt Israel-Flüge wieder auf

Der erste planmäßige Flug landete am Samstagabend am Flughafen Ben Gurion – mit vollständig ausgelasteter Maschine

 03.08.2026

Jerusalem

Katz bestreitet, Generalmajor im Live-Interview gefeuert zu haben

Der Verteidigungsminister spricht von einer »glatten Lüge und Teil einer politischen Kampagne gegen die Regierung«

 03.08.2026