Kriegsführung mit Zauber

Uri Geller: Wie Militär-Medien und KI bei Israels Angriffen auf den Iran halfen

Der israelisch-britische Illusionist Uri Geller posiert neben einem Cadillac aus dem Jahr 1976, der mit selbst gebogenem Besteck bedeckt ist. Foto: picture alliance/dpa

Der bekannte Mentalist Uri Geller hat behauptet, ein geheimes Team von Militär-Medien habe gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz eine entscheidende Rolle bei den israelischen Angriffen auf iranische Ziele im Juni gespielt. Gegenüber der »Jerusalem Post« erklärte Geller, er selbst sei Teil dieser Gruppe gewesen.

Laut Geller wurde Operation »Rising Lion« nicht ausschließlich mit konventionellen oder digitalen Mitteln durchgeführt. Die Geschehnisse hätten so »mysteriös und bizarr« gewirkt, dass selbst die iranische Führung von übernatürlichen Einflüssen ausgegangen sei – und damit, so Geller, gar nicht so falsch liege.

Anlass für die Aussagen des Mentalisten war eine Bemerkung des früheren Chefredakteurs der regimetreuen iranischen Zeitung Javan, Abdollah Ganji. Er hatte auf X behauptet, Israel habe bei der Operation »okkulte Kräfte« eingesetzt.

»Poltergeist-Phänomene«

Geller verwies zudem auf seine langjährige Verbindung zu westlichen Geheimdiensten. Schon in den 1970er-Jahren sei er in Großbritannien von Wissenschaftlern getestet worden – mit dem Ziel, telekinetische Fähigkeiten wie Teleportation militärisch nutzbar zu machen. Informationen darüber seien an die NSA weitergeleitet worden. Ein inzwischen freigegebenes NSA-Dokument aus dem Jahr 2011 erwähnt tatsächlich Versuche mit »Poltergeist-Phänomenen«, bei denen Gegenstände angeblich durch Wände verschwanden.

Lesen Sie auch

Zwar wurde das damalige Geheimprojekt – bekannt als »Stargate Project« – 1995 offiziell eingestellt, doch Geller behauptet, es existiere inoffiziell bis heute weiter. In diesem Zusammenhang sprach er von einer geheimen Gruppe von Medien, die militärisch eingesetzt werde. Einer der wichtigsten Mitwirkenden sei dabei, so Geller, eine Form Künstlicher Intelligenz gewesen. »Die KI hat uns sehr geholfen«, sagte er, und ergänzte halb im Scherz: »Einer unserer Partner hieß sogar AI.«

Geller hatte bereits 2024 für Aufsehen gesorgt, als er behauptete, durch paranormale Kräfte iranische Raketenangriffe auf Israel verhindert zu haben. Auch diesmal beendete er das Gespräch mit der »Jerusalem Post« mit einem Hinweis auf eine aktuelle Bedrohung: Ein Huthi-Rakete sei auf dem Weg nach Tel Aviv – kurz darauf ertönten die Sirenen.

Trotz aller Spekulationen betonte Geller, dass Israels militärische Stärke nicht auf übersinnliche Kräfte angewiesen sei: »Wir haben die besten Soldaten, Piloten, Kommandos der Welt – und den Mossad. Niemand kann Israel besiegen. Und wir haben Gottes Hilfe.« ja

Nachrichten

Universitäten, Sanktionen, Spende

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  18.05.2026

Diplomatie

Förderprogramm für Verlegung ausländischer Botschaften nach Jerusalem bereitgestellt

Kern des Programms ist ein Budgetrahmen, mit dem finanzielle Anreize für die Verlagerung von diplomatischen Vertretungen geschaffen werden sollen

 18.05.2026

Jerusalem/Marmaris

Israel will neue Gaza-Flottille abfangen

An Bord sollen sich auch der Palästinenser Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Avila befinden, die erst vor zweieinhalb Wochen aus Israel ausgewiesen worden waren

 18.05.2026

Jerusalem

Todesstrafengesetz für palästinensische Terroristen tritt in Kraft

Die neue Regelung betrifft Verfahren vor israelischen Militärgerichten gegen Palästinenser, die Israelis bei Terroranschlägen ermorden. Beim Obersten Gericht wurde Beschwerde gegen das Gesetz eingelegt

 18.05.2026

Nahost

Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein

Israel ist laut Netanjahu mit Blick auf die Region »auf jedes Szenario vorbereitet«. Ein Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Emiraten schürt die Sorge vor einer neuen Eskalation

 17.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

Haaretz berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Wirtschaft

Energiezentrum in Nahost

Die Gasfelder im östlichen Mittelmeer könnten für mehr Stabilität in der Region sorgen – gäbe es keine kriegsbedingten Ausfälle

von Sabine Brandes  17.05.2026

Eurovision Song Contest

Flaggen, Glitzer und Herzchen für Noam

Tausende feiern das ESC-Finale am Strand von Tel Aviv – mit Tanz, Drag Queens, spontanen »Michelle«-Gesängen und Jubel über Israels zweiten Platz

von Sabine Brandes  17.05.2026

Zoo

Eine Elefantin als Ehrenbürgerin

Trauer und Neubeginn: Israels berühmtestes Wildtier ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Ihr ehemaliges Zuhause, der »Ramat Gan Safari Park«, zieht bald nach Tel Aviv

von Sabine Brandes  17.05.2026