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Uman, Geiseln, Hilfe

Ultraorthodoxe Pilger in Uman Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Uman
Ein israelischer Veranstalter, der Pakete für ultraorthodoxe Pilger nach Uman in der Ukraine verkauft, musste Tausende Stornierungsbriefe verschicken, weil die moldauische Regierung die Reisegenehmigungen für orthodoxe Juden über den Flughafen des Landes in Chisinau widerrufen habe. »Leider sind die Gerüchte wahr«, schrieb das Reisebüro Netivim Tours. »Als wir vor einigen Tagen von den Absichten der moldauischen Regierung erfuhren, begannen wir mit intensiven Bemühungen, sie umzustimmen.« Doch die Chancen stünden schlecht. Allerdings suche man nun nach Alternativ-Routen in der Nähe.

Geiseln
Es sind unerträgliche Details, die Israels Armee über die Haftbedingungen der ermordeten Geiseln Almog Sarusi, Ori Danino, Eden Yerushalmi, Carmel Gat, Hersh Goldberg-Polin und Alex Lobanov veröffentlicht hat. Sie hätten im Tunnel, der sehr eng und zu niedrig zum Stehen und ohne jegliche Lüftung gewesen sei, kaum atmen können. Außerdem habe es weder Toiletten noch Duschen gegeben. Die Geiseln hätten sich mit Wasser aus den Flaschen gewaschen, aus denen sie auch tranken. Beschrieben wird auch der Mut in den letzten Stunden ihres Lebens. »Einige der sechs haben sich vermutlich verteidigt und mit denen gekämpft, die auf sie schossen«, hieß es. Forensische Befunde zeigten, dass »Hersh, Ori, Alex und Almog Eden und Carmel verteidigt haben«.

Hilfe
Kunden eines kleinen Supermarkts im Zentrum von Tel Aviv sind ein Vorbild für Ehrlichkeit. Nachdem die einzige Angestellte den Laden verließ, weil sie krank war, und vergaß, den Eigentümer zu informieren, war das Geschäft unbeaufsichtigt. Käufer, einige davon Stammkunden, sahen, dass das Personal fehlte, und übernahmen prompt die Kasse, um anderen zu helfen. »Es war ein unglaublicher Anblick«, sagte der Eigentümer Shiko Altid später. Denn anstatt den Laden leer zu räumen, rechneten die Kunden sich gegenseitig aus, wie viel sie für ihren Einkauf bezahlen müssen. Sie ließen das Geld da, denn keiner wusste, wie die Kasse zu bedienen war. Altid erfuhr vom Geschehen, als ein Kunde den Sicherheitsdienst alarmierte. Der verblüffte Besitzer verfolgte über Kameras, wie seine Kunden die kranke Verkäuferin vertraten. »Als ich sah, wie unsere Stammkunden die Preise füreinander ausrechneten, konnte ich es nicht glauben. Ich bin begeistert.«

Rochen
Der Schwarzkinn-Gitarrenrochen ist vom Aussterben bedroht. Die verbleibenden Exemplare seien an den Küsten des Mittelmeers und in den flachen Gewässern des Atlantiks von Angola bis Portugal zu finden. Der Hai-Cousin ist im ausgewachsenen Zustand etwa 1,5 Meter lang und für Menschen ungefährlich. Wissenschaftler der Universität Haifa berichteten nun im Magazin »Frontiers in Marine Science« davon, eine Brutstätte an der Küste in der Nähe von Ma’agan Michael gefunden zu haben. Die Population sei in den vergangenen 45 Jahren um mindestens 80 Prozent zurückgegangen, heißt es.

Tourismus
Das israelische Tourismusministerium will Veranstalter, die auf Reisende aus dem Ausland setzen, finanziell unterstützen. Es formulierte nun ein Verfahren zur Bestimmung staatlicher Beteiligung an den Löhnen unverzichtbarer Mitarbeiter dieser Incoming-Reiseveranstalter für 2024. Die Unterstützung werde 93,75 Prozent des durchschnittlichen Gehalts abdecken, heißt es. »Damit bereiten wir uns auf den Tag danach vor, um eine schnelle Erholung der Branche zu ermöglichen«, so Minister Israel Katz. »Dieser Vorschlag hat den Sektor vor dem Zusammenbruch bewahrt«, freute sich der Verband der Incoming-Reiseveranstalter. »Er wird sicherstellen, dass die kritische menschliche Infrastruktur erhalten bleibt, um den Incoming-Tourismusverkehr nach Israel wieder anzukurbeln.«

Schule
Der Streik der Oberschullehrer, der am ersten Tag des neuen Schuljahres begonnen hat, wird »ausgesetzt«. Ran Erez, Vorsitzender der Oberschullehrervereinigung erklärte kurz vor Mitternacht am Sonntag: »Aus Verantwortung gegenüber dem Staat, den Lehrern und Schülern und trotz der Verantwortungslosigkeit des Finanzministeriums und der geplatzten Verhandlungen geben wir bekannt, dass der Streik ausgesetzt wird.« Zuvor hatte es geheißen, ein vorläufiger Kompromiss in der Frage der Einzelverträge für Lehrer sei erzielt worden, einer der größten Streitpunkte der Verhandlungen. Am Montagmorgen begann die Schule schließlich auch für die Klassen zehn bis zwölf.

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