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Naher Osten

Trump: Hamas könnte Hunger in Gaza beenden

US-Präsident Donald Trump Foto: IMAGO/NurPhoto

US-Präsident Donald Trump hat der Hamas erneut eine zentrale Rolle für das Leid der Menschen im Gazastreifen zugewiesen. »Der schnellste Weg, um die humanitäre Krise in Gaza zu beenden, ist, DASS DIE HAMAS KAPITULIERT UND DIE GEISELN FREILÄSST!!!«, schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. 

In den vergangenen Tagen hatte Trump wiederholt mehr Hilfen für die notleidende Bevölkerung in dem abgeriegelten Küstengebiet gefordert. Dabei hob er insbesondere das Schicksal der Kinder hervor. Auch auf die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machte Trump öffentlich Druck.

Kein wirklicher Kurswechsel

Gleichzeitig betonte die US-Regierung weiterhin, dass die Hamas die Hauptverantwortung für die Lage in Gaza trage. Nach den Worten der Sprecherin des US-Außenministeriums, Tammy Bruce, lenke die islamistische Gruppierung bei den Verhandlungen möglicherweise auch deshalb nicht ein, weil sie hoffe, »dass das Leid so lange andauert, bis die Welt ihren Forderungen nachgibt«.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der Hamas und anderer islamistischer Extremisten auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei wurden etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel geht davon aus, dass von den letzten festgehaltenen Geiseln noch etwa 20 am Leben sind. Während der fast 22 Monate Krieg sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 60.000 Menschen getötet worden. Die Zahlen unterscheiden jedoch nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern und lassen sich auch nicht unabhängig überprüfen.

Israel hatte seit März nur noch vereinzelt Hilfslieferungen zugelassen. In der Folge spitzte sich die humanitäre Situation dramatisch zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor einer tödlichen Hungerkrise. Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen werfen Israel vor, die Bevölkerung gezielt auszuhungern - und werten dies als Kriegsverbrechen. Die israelische Regierung weist die Vorwürfe zurück und betont, dass das Problem in der schleppenden Verteilung durch die UN liege. Seit Kriegsbeginn wurden der Militärbehörde Cogat zufolge 1,9 Millionen Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht.

In den vergangenen Tagen wurden erstmals seit Monaten wieder größere Hilfslieferungen in das Küstengebiet gebracht. Auch Deutschland will sich an Hilfsflügen mit Abwürfen aus der Luft beteiligen. Kritiker bezweifeln allerdings, dass die gelieferten Mengen ausreichen. dpa/ja

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