Jerusalem

Studie: Genozidvorwürfe gegen Israel nachweislich unhaltbar

Ein Lebensmittelmarkt in Gaza-Stadt am 7. August 2025 Foto: picture alliance / Middle East Images

Ein neuer Bericht des Begin-Sadat-Centers für Strategische Studien (BESA) an der Bar-Ilan-Universität hat die international erhobenen Völkermordvorwürfe gegen Israel untersucht – und widerspricht ihnen klar. Die Autoren Danny Orbach, Jonathan Boxman, Yagil Henkin und Jonathan Braverman analysierten offizielle Statistiken, juristische Kriterien und militärische Abläufe des Krieges in Gaza zwischen 2023 und 2025. Ihr Ergebnis: Die Anschuldigungen sind politisch motiviert und mit den vorhandenen Daten nicht zu belegen.

Ein zentraler Vorwurf lautet, Israel habe gezielt Hunger als Waffe eingesetzt. Das BESA-Team verweist jedoch auf Zahlen der Vereinten Nationen: Bereits vor dem Krieg seien im Schnitt lediglich 292 Lkw pro Tag in den Gazastreifen gelangt – nicht 500, wie oft behauptet. Außerdem hätten nur etwa 30 Prozent dieser Lieferungen Nahrungsmittel enthalten. Während der Kämpfe habe Israel trotz schwieriger Bedingungen an einzelnen Tagen bis zu 600 Lkw die Einreise gestattet. »Von einer Politik der Aushungerung zu sprechen, ist sachlich nicht haltbar«, heißt es im Bericht.

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Auch die Anzahl ziviler Opfer im Krieg Israels gegen die palästinensische Terrororganisation Hamas sei kein Beleg für Völkermord, betonen die Autoren. Sie verweisen auf die rechtliche Definition: Ein Genozid erfordert die nachweisbare Absicht, eine Bevölkerungsgruppe gezielt auszulöschen. Eine solche Absicht sei in israelischen Handlungen nicht im Ansatz erkennbar.

Zwar hätten Tausende Unbeteiligte ihr Leben verloren, doch »die überwältigende Mehrheit der Angriffe richtete sich gegen militärische Infrastrukturen, die Hamas absichtlich in dicht besiedelten Gebieten platzierte«, schreiben die Forscher. Als Beispiele nennt die Studie Raketenabschussrampen auf Schulhöfen und Kommandozentralen in Krankenhäusern.

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Besonders kritisch setzt sich der Bericht mit der Rolle von Hamas und ihren Unterstützern auseinander. Laut den Autoren hat die Terrororganisation systematisch Narrative gestreut, die westliche Medien und internationale Organisationen vielfach ungeprüft übernommen hätten. »Hamas hat zivile Opfer bewusst einkalkuliert, um das Bild eines Genozids zu erzeugen«, heißt es. Dazu zählen nach Angaben des Reports die Konfiszierung von Hilfsgütern, der Bau von Tunneln unter Wohnhäusern und der Einsatz von Frauen und Kindern als menschliche Schutzschilde.

Das BESA-Papier unterstreicht die Notwendigkeit einer klaren Trennung von moralischer Empörung und juristischen Begriffen. »Das Wort Völkermord ist kein politisches Schlagwort, sondern ein präziser Rechtsbegriff«, so die Autoren. Dieser verlange den Nachweis, dass ein Staat mit systematischer Absicht die Vernichtung einer ganzen Bevölkerungsgruppe plane und betreibe. Im Falle Israels sei das Gegenteil zu beobachten: Die Armee habe wiederholt Korridore für Evakuierungen eingerichtet und humanitäre Hilfslieferungen zugelassen, selbst während intensiver Gefechte.

Das Begin-Sadat-Center zieht ein klares Fazit: Die tragischen Opfer des Gaza-Krieges seien unbestritten, doch ein »Völkermord« liege nicht vor. Israel habe auf massiven Terror reagiert und dabei nicht allein militärische Überlegungen berücksichtigt, sondern auch das humanitäre Völkerrecht. Der Bericht warnt davor, dass die leichtfertige Verwendung des Begriffs »Genozid« nicht nur die Realität des Konflikts verzerrt, sondern auch die Bedeutung des Begriffs selbst entwerte. im

Die gesamte BESA-Studie (englischsprachig) ist hier einsehbar.

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