Yad Vashem

Staatszeremonie zum Jom Haschoa

Blick in die Halle der Namen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Foto: Flash 90

Fanny Ben-Ami wurde 1930 in Baden-Baden geboren. Ihre Eltern mussten mit ihr und Fannys beiden Schwestern Erica und Georgette vor den Nazis nach Paris fliehen. Kurze Zeit später wurden der Vater und die Mutter verhaftet. Fanny schloss sich dem Widerstand an und half, eine Gruppe Kinder von Frankreich in die Schweiz zu schmuggeln.

Großmutter Da war sie gerade einmal ein Teenager. 1956 wanderte Fanny nach Israel aus. Sie heiratete, bekam zwei Kinder und ist heute sechsfache Großmutter.

Fanny Ben-Ami war am Mittwochabend eine von sechs Schoa-Überlebenden, die bei der Gedenkfeier zum Jom Haschoa in Jerusalem eine Fackel entzündete.

Gemeinsam mit Bela Eizenman, Shaul Lubovitz, Menachem Haberman, Sara Shapira und Yehuda Mimon steht Ben-Ami symbolisch für die sechs Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Yad Vashem Das Gedenken, das in diesem Jahr unter dem Motto »The War Within the War: the Struggle of the Jews to Survive During the Holocaust« steht, begann um 20 Uhr (Ortszeit) in dem Jerusalemer Erinnerungsort Yad Vashem und wurde live übertragen.

Neben Reden von Israels Staatspräsident Reuven Rivlin und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, sprach Zipora (Feiga) Granat im Namen der Schoa-Überlebenden.

Kaddisch Der israelische Oberrabbiner David Lau las aus den Psalmen, Rabbiner Yitzhak Yosef sagte das Kaddisch und Kantor Yehonatan Heinowitz trug das El Male Rachamim vor.

Am Donnerstagvormittag werden in ganz Israel Sirenen zu einer Schweigeminute aufrufen. 

Nachrichten

Eurovision, Syrien, Ehrung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.01.2026

Nachkriegsordnung

Hamas will 10.000 eigene Polizisten im Gazastreifen

Die Terroristen begründeten ihre Forderung unter anderem damit, dass sich entlassene Polizisten so nicht zu Terrorgruppen zusammenschließen würden

 27.01.2026

Jerusalem

Rekord: Über 1000 Nieren-Spender auf einem Foto

Der Organisation Matnat Chaim zufolge ist Israel führend bei Lebend-Spenden. Das wird mit diesem Foto besonders deutlich

 27.01.2026

Nahost

Grenzübergang Rafah soll diese Woche geöffnet werden

Zunächst wird offenbar nur der zivile Personenverkehr passieren dürfen – zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren

 27.01.2026

Tel Aviv

»Die Leute weinten, wir umarmten uns«

Der Kommandeur der israelischen Such- und Rettungseinheit der Armee, Oberstleutnant Eliasaf V., spricht im Sender »Kan« über die Bergung der sterblichen Überreste der letzten Gaza-Geisel Ran Gvili

 27.01.2026

Sydney

Australien verweigert jüdischem Islamgegner die Einreise

Australien hat in der vergangenen Woche seine Gesetze gegen Hassverbrechen verschärft. Ein jüdischer Influencer, der ein »Islamverbot« fordert, darf das Land nicht betreten

 27.01.2026

Interview

»Es tut mir weh, so viel Antisemitismus zu sehen«

Die Schoa-Überlebende Zuzi Hamori spricht über die mutige Aktion, mit der ihre Mutter ihr das Leben rettete, den schweren Neuanfang in Israel und den Judenhass in der alten Heimat

von Sabine Brandes  27.01.2026

Interview

»Die AfD verrät immer wieder unsere nationalen Interessen«

CDU-Fraktionschef Jens Spahn über das Gedenken am 27. Januar, linken Lifestyle-Antisemitismus, die Frage nach einer Zusammenarbeit mit der AfD und Versäumnisse der CDU in der Migrationspolitik

von Philipp Peyman Engel  27.01.2026

Nahost

Israel bereitet Evakuierung Zehntausender Touristen für Ernstfall vor

Nach Angaben des Generaldirektors des israelischen Tourismusministeriums, Michael Izhakov, existiert ein detaillierter Notfallplan für den Fall, dass der Luftraum geschlossen werden muss

 27.01.2026