Nahost

Herzog unterstützt Krieg gegen Iran »uneingeschränkt«

Präsident Isaac Herzog Foto: copyright (c) Flash90 2025

Israels Präsident Isaac Herzog ist von der Notwendigkeit des Krieges gegen das iranische Regime und dessen Atomprogramm überzeugt. »Wir mussten diese Bedrohung beseitigen und das ist es, was wir tun«, sagte Herzog gegenüber Medien der Springer SE, darunter »Welt«. Teheran habe Uran auf 60 Prozent angereichert. Dafür gebe es »keinen anderen Grund als die Entwicklung von (Atom-) Waffen«, so der Präsident.

»Wir beseitigen diese Bedrohung im Vorfeld, bevor sie explodiert«, erklärte Herzog in dem Interview. Bei einem Besuch am vom Iran bombardierten und erheblich beschädigten Sodoka-Krankenhaus in Beer Sheva am Donnerstag wurde auch er deutlich: Dem Regime von Teheran müsse »ein harter Schlag« zugefügt werden.

Lesen Sie auch

Die Springer-Blätter fragten Herzog auch nach seiner Ansicht zur stets wiederholten Beschuldigung, Netanjahu führe oder verlängere den Krieg gegen den Iran und dessen Stellvertreter aus innenpolitischen Motiven heraus oder um sich an der Macht halten zu können. »Das ist völliger Unsinn, denn der gesamte israelische Sicherheitsapparat, der manchmal auch mit Netanjahu streitet, hat diese Entscheidung voll und ganz unterstützt«, sagte Herzog. »Ich sage es deutlich: Die gesamte israelische Politik steht bei dieser Entscheidung hinter der Regierung. Auch ich unterstütze sie uneingeschränkt.«

Isaac Herzog ist als früherer Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei HaVoda eher dem linken politischen Lager Israels zuzuordnen, während Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine rechts-religiöse Koalition anführt. im

Israel

Netanjahu macht Krebsbehandlung öffentlich

Der Ministerpräsident wurde wegen eines bösartigen Prostatatumors behandelt

 24.04.2026

Tel Aviv

El Al baut Flugverkehr wieder aus: 40 Ziele bis nächste Woche

Nach Angaben der Fluglinie soll das Angebot im Laufe des Monats weiter wachsen. Es sei denn, die Sicherheitslage verändert sich wieder

 24.04.2026

Jerusalem

Ein Diplomat für die christliche Welt

George Deek soll als Sondergesandter Schadensbegrenzung betreiben und »die Beziehungen weltweit vertiefen«

von Sabine Brandes  23.04.2026

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026

Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält der amerikanische Präsident den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«

 23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Jom Haazmaut

Herzog ehrt Soldaten am Unabhängigkeitstag – Armee zu neuer Offensive bereit

»Herausragende Soldaten lernen in normalen Jahren die Schlachten der Vergangenheit – aber ihr kämpft die Schlachten, die künftige Generationen studieren werden«, sagt der Präsident zu IDF-Angehörigen

 23.04.2026

Israel

Ein Kind nach dem Tod

Israelische Richter erlauben der Familie der getöteten Geisel Yotam Haim die Verwendung von dessen Sperma, um einen Enkel zu zeugen

von Sabine Brandes  23.04.2026

Gastbeitrag

Anne Frank mit Kufiya: Ein Fall für die Justiz

Der grassierende israelbezogene Antisemitismus stellt die deutsche Justiz vor große Herausforderungen. Das zeigt sich besonders am Umgang mit dem Bild »Anne«, das die Schoa instrumentalisiert

von Susanne Krause-Hinrichs  23.04.2026