Schule
2,6 Millionen Schüler sind nach den Sommerferien am 1. September in die Klassenräume zurückgekehrt, darunter auch rund 180.000 Erstklässler. Das Bildungsministerium kündigte an, besonders das »Zugehörigkeitsgefühl und die Resilienz der Schüler« stärken zu wollen, Identität und kulturelles Erbe zu vertiefen, Finanzbildung in den Lehrplan aufzunehmen und den Einsatz von KI auszuweiten. Für alle Schüler ist der Beginn nach einer langen und schwierigen Zeit mit mehreren Kriegen auch von der Hoffnung begleitet, dass das kommende Jahr ruhiger und stabiler sein wird. Allerdings fehlen dem System laut Ministerium 434 Lehrer. Bildungsexperten gehen von »einigen Tausend« aus.
Gewalt
Wieder ist es in dem Dorf Kusra im Westjordanland zu Gewalt durch extremistische jüdische Siedler gekommen. Nach Angaben der israelischen Armee (IDF) hätten sich mehrere Dutzend von ihnen in einem palästinensischen Haus verschanzt – in Anwesenheit der Bewohner. Die Palästinenser seien angegriffen und mit Steinen beworfen worden. Sicherheitskräfte, die vor Ort eintrafen, seien gegen die Siedler vorgegangen, um sie aus dem Haus zu entfernen. Palästinensische Medien berichten dagegen, Soldaten hätten die Siedler unterstützt. Jüdische Extremisten belagern in Kusra seit Wochen Häuser von Palästinensern. Anwohner und Aktivisten, die versuchen, die Bewohner zu schützen, werfen der IDF vor, nicht wirksam gegen die Attacken vorzugehen. Die USA haben die Siedlergewalt zuletzt scharf verurteilt und die Regierung zum Handeln aufgerufen. Am Sonntag forderte Premier Benjamin Netanjahu erstmals ein hartes Vorgehen der Behörden. Er verurteilte die »kriminellen Gewalttaten, die von einer Handvoll Gesetzesbrechern verübt« worden seien. »Sie schaden der gesetzestreuen Siedlerbevölkerung, behindern die Armee bei der Arbeit und beschädigen das Ansehen Israels in der Welt.«
Wasser
Auf einmal herrscht auch in Israel Wasserknappheit. Zum Wochenbeginn mussten fünf der sechs Entsalzungsanlagen an der Mittelmeerküste abgeschaltet werden. Nur das Werk in Eilat arbeitete normal. Grund war eine hohe Trübung des Wassers. Forscher des Instituts für Ozeanografie erklärten, dass Satellitenbilder eine ungewöhnlich große Algenblüte im ägyptischen Nildelta zeigten. Strömungen im östlichen Mittelmeer transportieren regelmäßig Sedimente aus dem Nil nach Norden, darunter Sand sowie Algen. Nach der Schließung wurde die öffentliche Bewässerung von Gärten und Parks eingestellt.
Verteidigung
Das israelische Verteidigungsministerium bezeichnet es als größten Rüstungsexport in der Geschichte der israelisch-griechischen Beziehungen. Am Montag haben die beiden Länder ein Abkommen in Höhe von drei Milliarden Euro über ein mehrschichtiges Luftverteidigungssystem unterzeichnet. Das »Achilles Shield« umfasst unter anderem die israelischen Systeme »David’s Sling«, »Spyder« und »Barak MX« zur Abwehr von Raketen, Flugzeugen und Drohnen. Ergänzend wurde ein Vertrag über 26 Millionen Euro für das Drohnenabwehrsystem »Drone Dome« geschlossen. Athen will bis 2036 rund 28 Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Streitkräfte investieren. Hintergrund ist auch der anhaltende Konflikt mit der Türkei.