Krieg

Rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet

Da der Ben-Gurion-Flughafen geschlossen ist, kommen Zigtausende Israelis nicht nach Hause. Foto: copyright (c) Flash90 2025

Der Krieg gegen das iranische Regime, dessen Atomanlagen und Militärs hat Konsequenzen für Reisende. Israelischen Medien zufolge sind derzeit rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Ihre Zahl steigt täglich, denn viele Urlaube gehen zu Ende, und es stehen Rückreisen an, die nicht angetreten werden können.

Das Problem: Der Ben Gurion-Flughafen in der Nähe von Tel Aviv und der israelische Luftraum sind für die zivile Luftfahrt geschlossen. Nur die Luftwaffe darf ihn nutzen. Die Gefahr, auch durch anfliegende iranische Raketen, ist offensichtlich groß.

Wann Israels zentraler Flughafen wieder angeflogen werden kann, ist laut Flughafenbehörde völlig unklar. Dies hänge von der Sicherheitssituation ab, hieß es. Die einzige konkrete Aussage der Behörde: Sollte der Ben Gurion Airport wieder öffnen, so werde dies sechs Stunden vorher mitgeteilt.

EL AL, Israir und Arkia

Gestrandeten Urlaubern, Geschäftsreisenden oder Israelis, die sich aus familiären Gründen im Ausland aufhielten, als der direkte Krieg mit dem Iran begann, hilft diese Ankündigung nicht. Nicht bekannt ist, wie viele Ausländer und im Ausland lebende Israelis, die ihre Familien besuchten oder aus anderen Gründen kamen, aufgrund des Flugverbots in Israel festsitzen.

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Israels Fluglinien EL AL, Israir und Arkia haben viele ihrer Flugzeuge vorsichtshalber nach Zypern gebracht. Die Flughafenbehörde sagt, Crews stünden bereit, um die Maschinen sofort wieder in Betrieb zu nehmen, sobald es so weit sei.

Am Freitag hatten Passagiermaschinen, die sich während des Beginns der Angriffe gegen den Iran auf dem Weg in Richtung Israel befanden, abdrehen müssen. Israelische Touristen und Geschäftsreisende, aber auch Passagiere aus dem Ausland, landeten in Athen oder in anderen Städten, von denen aus Reisen nach Israel kompliziert, teuer und sogar gefährlich sind.

Eine mögliche Alternative: Von der Stadt Larnaca auf Zypern verkehren Schiffe nach Haifa. Doch müssen Betroffene erst einmal nach Larnaca gelangen, viel Geld für ein Ticket zahlen – und wie sicher Schiffspassagen nach Israel während des Kriegs sind, ist nicht ganz klar. Diese Option fällt für die meisten also ebenfalls weg.

Hohes Risiko

Die israelischen Behörden empfehlen Betroffenen, sich Unterkünfte zu besorgen, bieten dafür aber keine finanzielle Unterstützung an. Was die Reisewilligen tun sollten, wissen sie nicht. Was sie hingegen nicht tun sollten, klärte der Nationale Sicherheitsrat: Bei einer Rückkehr auf dem Landweg über Ägypten oder Jordanien bestehe ein hohes Risiko. Daher rät das Gremium davon ab.

Nur einen Lichtblick gibt es derzeit für israelische Gestrandete: Das israelische Verkehrsministerium arbeitet Berichten zufolge an einem Plan, um sie nach Hause zurückzubringen. Details oder ein Zeitplan liegen bislang aber noch nicht vor.

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