Gazastreifen

Nach 738 Tagen ist der Horror vorbei

Wenige Stunden zuvor wurden sieben Geiseln der Hamas vom Roten Kreuz aus Gaza-Stadt abgeholt Foto: picture alliance / Anadolu

Elkana Bohbot, Avinatan Or, Yosef-Haim Ohana, Evyatar David, Rom Braslavski, Segev Kalfon, Nimrod Cohen, Maxim Herkin, Eitan Horn, Matan Zangauker, Bar Kupershtein und die Brüder David und Ariel Cunio – die letzten lebenden Geiseln der Hamas – sind in Freiheit. Die 13 Männer wurden vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Khan Younis abgeholt und zur israelischen Armee im Gazastreifen gebracht. Anschließend werden sie zur Militärbasis Re’im an der Grenze zu Gaza eskortiert. Dort können sie nach 738 Tagen Gefangenschaft ihre Familien in die Arme schließen.

Zum ersten Mal seit 2014 hat die Hamas keine lebenden Geiseln in ihrer Gewalt. Die Abmachung zwischen Israel und den Terroristen der Hamas sieht vor, dass heute die letzten 20 noch lebenden Geiseln freigelassen werden sollen. Gegen 8 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ), ließ die Hamas bereits sieben Männer frei. Alon Ohel, Matan Angrest, Eitan Mor, Omri Miran, Guy Gilboa-Dallal, Gali und Ziv Berman befinden sich bereits in Israel.

Die sieben Israelis wurden am Montag gegen 8 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ) in Gaza-Stadt von Terroristen der Hamas an Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Dem  TV-Sender N12 zufolge konnte jeder von ihnen selbstständig in die Autos des Roten Kreuzes steigen.

Die Ankündigung wurde auf dem Platz der Geiseln in Tel Aviv mit großem Jubel begrüßt. Seit fünf Uhr morgens haben sich dort Tausende versammelt, um der Freilassung der Männer entgegenzufiebern.

Die Hamas soll außerdem die sterblichen Überreste der letzten 28 Geiseln übergeben. Saudische Medien berichten, dass die Terroristen am Nachmittag Leichname übergeben wollen. Dabei ist jedoch unklar, ob die Terrororganisation überhaupt in der Lage ist, alle toten Geiseln zu orten. ja

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