Krieg

Neuer Angriff des Iran: Sirenen heulen

Seit Freitag müssen sich Millionen Israelis immer wieder in Schutzräume begeben, wie hier in Jerusalem. Foto: copyright (c) Flash90 2025

In Zentral- und Nord-Israel haben am Sonntagnachmittag erneut die Sirenen geheult. Grund dafür war nach Angaben der israelischen Armee (IDF) ein weiterer Raketenangriff des Iran.

Israels Luftwaffe versuche, die anfliegenden Raketen zu vernichten, hieß es. Zivilisten wurden angewiesen, bis auf Weiteres in den Schutzräumen zu bleiben. Bereits nach 20 Minuten kam die Entwarnung.

Berichte über Schäden oder Opfer lagen diesmal nicht vor.

Lesen Sie auch

Immer wieder, mehrmals pro Tag und vor allem nachts, müssen sich die Bewohner schützen. Niemand in Israel schläft viel.

In der vergangenen Nacht waren bei iranischen Raketenattacken mindestens elf Personen umgekommen. In Bat Jam trafen die iranischen Geschosse einen Wohnblock, aus dessen Ruine am Nachmittag ein weiteres Todesopfer geborgen wurde.

Bei einem weiteren Angriff töteten in der im Norden Israels gelegenen Stadt Tamra iranische Raketen vier israelische Araberinnen: eine Mutter, ihre beiden Töchter und ihre Schwägerin.

Israelische Luftangriffe auf Teheran

Zeitgleich werden schwere Angriffe auf Teheran gemeldet. Der staatliche Rundfunk meldete Explosionen in der Nähe des Flughafens Mehrabad. Im Norden der iranischen Hauptstadt waren laute Explosionen zu hören, wie Augenzeugen berichteten. In einigen Stadtteilen fiel die Wasserversorgung aus.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor weitere Angriffe der Armee im Iran angekündigt.

Nach einem Evakuierungsaufruf des Militärs an Menschen in der Nähe von Rüstungsfabriken im Iran sagte Katz: »Das Militär wird die Ziele angreifen und die iranische Schlange in Teheran und sonstwo von nuklearen Fähigkeiten und Waffensystemen enthäuten. Der iranische Diktator verwandelt Teheran in Beirut und die Einwohner Teherans in Geiseln für das Überleben des Regimes.« ja/dpa

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026