Nahost

Iran richtet zwei Männer hin

Gegner des Mullah-Regimes protestieren in Berlin gegen die Todesstrafe (Archivbild) Foto: IMAGO/Future Image

Irans Justiz hat zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten lassen. Die Exekution erfolgte im Morgengrauen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Ein Revolutionsgericht in der Großstadt Karadsch bei Teheran hatte das Urteil gesprochen.

Irans Justiz warf den beiden Männern vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Wann sie festgenommen wurden und wann das Urteil fiel, blieb zunächst unklar.

Menschenrechtler sprachen hingegen von politischen Gefangenen, die der umstrittenen Oppositionsgruppe der Volksmudschaheddin angehört haben sollen. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf, wie ihr Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam auf X schrieb.

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Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. dpa

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