Israel

Netanjahu hält an Zerschlagung der Hamas fest

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Foto: Screenshot

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu pocht trotz immer lauter werdender Aufrufe zur Beendigung des Gaza-Kriegs auf der Zerschlagung der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen. Israel habe zwei Aufgaben zu erledigen: die Zerstörung der Hamas sowie die Befreiung aller noch immer in dem Küstengebiet festgehaltenen Geiseln, sagte Netanjahu bei einem Besuch des Hauptquartiers des militärischen Geheimdienstes. 

»Wir geben das keine Minute lang auf. Das sind zwei miteinander verflochtene Ziele«, betonte er. An Israels Vorgehen im Gazastreifen gibt es jedoch international massive Kritik. Zuletzt forderten die Außenminister von mehr als zwei Dutzend Ländern in einer gemeinsamen Erklärung ein sofortiges Ende des Gaza-Kriegs. Die Zahl der Toten in dem Gebiet seit Beginn des Kriegs liegt dem von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministerium zufolge bei fast 60.000. Die Angabe unterscheidet jedoch nicht zwischen Zivilisten und Terroristen und lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Netanjahu sagte zudem, der Kampf gegen die »iranische Achse« sei noch nicht vorbei. Neben der Hamas müsse man sich ebenfalls um die Huthi-Miliz im Jemen – auch ein Verbündeter des Irans – kümmern. Netanjahu fügte hinzu, dass Israel seine Errungenschaften im Krieg mit dem Iran bewahren müsse. Im Juni bombardierte Israel unter anderem Atomeinrichtungen sowie Raketenabschussrampen im Iran. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen. dpa/ja

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026

Jerusalem

Netanjahu strebt Gesetzesänderung an

Der Ministerpräsident reagiert damit auf die Diskussion um den Dokumentarfilm »Naza«. Über dessen Macher Yuval Abraham und Rachel Szor sagt der Regierungschef: »Ihr Platz ist nicht hier.«

 17.09.2026