Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Orbán und Netanjahu bei einem Treffen 2018 Foto: imago/Xinhua

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem Wahlsieg gratuliert. Gleichzeitig drückte Netanjahu in einem Post auf der Plattform X seine »tiefe Wertschätzung« für seinen »lieben Freund« Viktor Orban aus.

Den bei der Wahl geschlagenen rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Ungarns nannte er »einen wahren Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen und der die israelischen Soldaten in unserem gerechten Verteidigungskrieg gegen brutale Terroristen unterstützt hat«. Das Volk Israel werde dies »für immer in Erinnerung behalten«. 

Magyar wünsche er »Erfolg dabei, Ungarn voranzubringen und gleichzeitig die starken Beziehungen zwischen unseren Nationen zu stärken«. Er freue sich darauf, »unsere Zusammenarbeit zum Nutzen beider Völker fortzusetzen«. 

Lesen Sie auch

Die Beziehungen zwischen Netanjahu und Orban galten als besonders eng. Als einziger europäischer Regierungschef hatte der Ungar Netanjahu im vergangenen Jahr empfangen, erstmals seit Erlass des umstrittenen Haftbefehls durch den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). 

Beide Politiker teilen ähnliche Auffassungen über eine möglichst unbeschränkte Regierungsmacht ohne allzu hinderliche Gewaltenteilung. Und beide betrachten eine unabhängige Justiz und kritisch berichtende Medien als Hindernisse für ihre politischen Ambitionen. 

Orban unterstützte mehrfach das Vorgehen der Regierung Netanjahus im Gaza-Krieg. Als Mitglied der Europäischen Union hat Ungarn immer wieder israelfeindliche Resolutionen der EU blockiert.

Magyar hatte im Wahlkampf angekündigt, sein Land wieder fest innerhalb der EU verankern zu wollen. Israelische Experten rechnen dennoch nicht mit einer Kehrtwende Ungarns in den Beziehungen zu Israel. dpa/ja

Tourismus

Haifa eröffnet neuen Kreuzfahrtterminal

Israel verbindet damit die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung des Tourismussektors nach Jahren der Sicherheitskrisen

 15.05.2026

Ness Ziona

Israelisches Unternehmen will Erde mit Partikel-Technologie abkühlen

Im Mittelpunkt stehen mikroskopisch kleine Partikel aus amorpher Kieselsäure und Kalziumkarbonat. Die Stoffe sollen in die Atmosphäre eingebracht werden, wo sie einen Teil der Sonneneinstrahlung reflektieren würden

 15.05.2026

Washington D.C.

Israel und Libanon starten neue Gespräche

Eine Entwaffnung der Terrororganisation Hisbollah ist einer der Schwerpunkte. Auf beiden Seiten bestehen offenbar nur begrenzte Erwartungen an schnelle Ergebnisse

 15.05.2026

Jerusalem

Angebliche sexuelle Übergriffe: Israel kündigt Klage gegen »New York Times« an

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: »Wir werden diese Lügen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung und vor Gericht bekämpfen. Die Wahrheit wird siegen.«

 15.05.2026

Jerusalem

Ben-Gvir präsentiert israelische Fahne auf dem Tempelberg

Ausschreitungen und anti-arabische Gesänge während israelischen »Flaggenmarsches« – Polizei nimmt 13 Randalierer fest

 14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026

Israel

Netanjahus Gesundheit vor Gericht

Der Premier erklärt sich in Verleumdungsprozess für »topfit« – doch Widersprüche bei Angaben zu seiner Krebsbehandlung werfen neue Fragen auf

von Sabine Brandes  14.05.2026

Nahost

Drei israelische Zivilisten durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne verletzt

In der Mitteilung der israelischen Armee war die Rede von einem schweren Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe

 14.05.2026

Westjordanland

»Peace Now«: Friedensaktivist von Siedlern im Gesicht verletzt

Der Leiter von »Peace Now«, Lior Amichai, wurde nach Angaben der Organisation von gewalttätigen Siedlern geschlagen

 14.05.2026