Zypern

Mutmaßliches Opfer von Vergewaltigung zu Unrecht verurteilt

Die Jugendlichen wurden Ende Juli 2019 aus der Haft in Zypern entlassen und flogen kurz darauf nach Israel. Foto: Flash 90

Der Fall einer mutmaßlich von zwölf israelischen Touristen vergewaltigten jungen Britin hat am Montag auf Zypern eine überraschende Wendung genommen. Die Frau war ursprünglich zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden, weil sie die Vergewaltigungsvorwürfe im Juli 2019 erst erhoben, dann aber zurückgezogen hatte.

Sie habe die Polizeiarbeit behindert und falsche Angaben gemacht, lautete daraufhin der Vorwurf. Ein Teil der Beschuldigten hatte auf Grund der Vorwürfe über eine Woche auf Zypern im Gefängnis gesessen.

OBERSTER GERICHTSHOF Gegen die Bewährungsstrafe wehrte sich die heute 21 Jahre alte Britin. Sie gab an, von der Polizei unter Druck gesetzt worden zu sein und deshalb ohne juristischen Beistand ihre Anzeige gegen die mutmaßlichen Täter zurückgezogen zu haben. Der Oberste Gerichtshof Zyperns entschied nun, dass die Frau kein faires Verfahren erhalten hätte und sprach sie von der Bewährungsstrafe frei.

Jetzt beginne ein weiterer großer Kampf, kündigte eine Anwältin der Frau im Anschluss vor Journalisten an. Die Vergewaltigungsvorwürfe müssten nun nochmals von Grund auf und effektiv untersucht werden. Die Betroffene selbst war zu dem Urteil nicht nach Zypern gereist. dpa

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur schwer oder gar nicht vollständig zerstörbar, so die IDF. Die Terroristen hätten den Tunnel für unterschiedliche operative Zwecke genutzt

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026